OeNB - BIZ-Survey 2001

Umsätze im Devisenhandel und im Derivativgeschäft im Monat April 2001

Wien (OTS) - Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) führt eine Erhebung über die Umsätze im Devisen- und Derivativhandel nun schon traditionellerweise in 3-Jahres-abständen durch. Gleichzeitig mit insgesamt 48 Ländern veröffentlicht die Oesterreichische Nationalbank die nationalen Ergebnisse für die Umsätze im Monat April 2001 am Dienstag, den 9. Oktober 2001 um 17:00.

Diese Daten sind unter der Web-Site:
http://www2.oenb.at/presseaussendungen/bis-survey2001.htm
zu finden.

Die BIZ wird zum selben Zeitpunkt eine Presseaussendung mit den aggregierten Daten aller meldenden Länder veröffentlichen, die unter der Web-Site:

www.bis.org/publ/rpfx01.htm
aufzufinden sein wird.

Wie in den vergangenen Jahren plant die BIZ ihren Endbericht Anfang nächsten Jahres zu veröffentlichen.

Die von der BIZ veröffentlichten Daten werden um Doppelmeldungen aller weltweit beteiligten Meldebanken (,reporting dealers') bereinigt sein.Die der österreichischen Presseaussendung beigelegten Daten sind nur um Doppelmeldungen der österreichischen Meldebanken (,local reporting dealers') bereinigt und daher nicht direkt mit den BIZ-Daten vergleichbar. Die in der Laufzeitengliederung enthaltenen Daten sind auf Bruttobasis veröffentlicht, also nicht um nationale Doppelmeldungen bereinigt. Zudem haben nicht alle Banken eine Laufzeitengliederung gemeldet - daher entsprechen die Daten nur einer Teilmenge des gesamten Umsatzes.

Die Devisen- und Derivativmärkte weltweit und auch die österreichischen Finanzmärkte haben wesentliche Veränderungen seit der letzten Umfrage erfahren. Daher sind die Umsatzdaten aus April 2001 nicht direkt mit den Ergebnissen des Jahres 1998 vergleichbar. Während in der letzten Umfrage noch alle europäischen Währungen separat gemeldet wurden, ist dies die erste Umfrage mit dem Euro als Meldewährung. Wie erwartet, hat sich der Umsatz deutlich verringert. Zudem hatten Fusionen innerhalb der größten 5 österreichischen Banken ebenfalls einen Einfluß auf die Umsatzdaten.

Die Umsatzdaten im Einzelnen

Der Umsatz am österreichischen Devisenmarkt bestehend aus Kassageschäften, Termingeschäften und FX-Swap-Geschäften betrug im April 2001 153,4 Mrd. USD. Dies entspricht einem durchschnittlichen Tagesumsatz von 7,7 Mrd. USD an den 20 Handelstagen im April 1998. Im Vergleich zum Gesamtumsatz des Monats April 1998 bedeutet dies einen Rückgang von 27%, der im wesentlichen auf eine Reduktion von FX-Swaps (-36%), gefolgt von Kassageschäften (-20%) und Devisentermingeschäften (-16%) zurückzuführen ist.

Der Umsatz an Derivativgeschäften - bestehend aus Currencyswaps (Ausgleich der Zinszahlungen in den betreffenden Währungen während der Laufzeit und Umtausch der Währungen am Ende der Laufzeit), außerbörslichen Devisen-Optionen sowie den Zinsinstrumenten, Forward Rate Agreements, Zinsswaps (Ausgleich der Zinszahlungen in einer Währung z.B. fixer gegen variabler Zinsen) und Zinsoptionen betrug im Monat April 93,2 Mrd. USD oder einen Tagesumsatz von 4,7 Mrd USD. Dies bedeutet, daß sich im Vergleich zu 1998 der tägliche Umsatz von damals 4,6 Mrd. USD leicht um 1% erhöht hat.

Die Gesamtumsätze im Devisen- und Derivativhandel sind seit 1998 um 18% gesunken, wobei - wie schon erwähnt - die Umsätze im traditionellen Devisengeschäften gesunken sind während die komplexeren Derivativgeschäfte einen geringfügigen Anstieg gezeigt haben.

Anteil der Marktsegmente

Den größten Anteil am Devisenumsatz hat nach wie vor der Kassahandel mit 56 % (85,3 Mrd. USD), gefolgt vom FX-Swap-Handel 39 % (59,2 Mrd. USD), während lediglich 6 % oder 8,9 Mrd. USD den Devisentermingeschäften zuzurechnen sind.

Beim Derivativgeschäft verzeichneten die Zinsswaps die größten Umsätze (47 % entsprechen 43,9 Mrd. USD), gefolgt von FRA (42% oder 39,1 Mrd. USD). Der Umsatz in Devisenoptionen (9% oder 8,9 Mrd. USD) war deutlich geringer als im Jahr 1998. Currencyswaps (0,8% oder 0,8 Mrd. USD) und Zinsoptionen (1,4 % oder 1,4 Mrd. USD) haben immer noch den geringsten Marktanteil.

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