Ausstellung "Günther Schneider-Siemssens Bühnenentwürfe"

Wien, (OTS) Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny eröffnete am Montag Abend in der Volkshalle im Wiener Rathaus die Ausstellung "Günther Schneider-Siemssen: Die Bühne - Mein Leben". Gezeigt werden 470 Exponate - Bühnenentwürfe, Bühnenbildfotos und Modelle - aus dem Privatbesitz Schneider-Siemssens, der heuer seinen 75. Geburtstag und sein 50jähriges Bühnenjubiläum feiert.****

Günther Schneider-Siemssen ist 1926 in Augsburg geboren und in München aufgewachsen. Nach seinem Studium an der Akademie für angewandte Kunst und der Akademie für bildende Kunst war er von 1954 bis 1962 Ausstattungsleiter in Bremen. 1960 wurde Herbert von Karajan auf Schneider-Siemssen aufmerksam. Er beauftragte ihn, die Bühnenbilder für Debussys "Pelleas und Melisande" zu entwerfen. Die Aufführung wurde ein Welterfolg und war zugleich der Beginn einer Zusammenarbeit, die 27 Jahre, bis zu Karajans Tod, dauern sollte, getragen von gegenseitigem Respekt und tiefem Einverständnis für die Musik.

Der "Lieblingsausstatter" von Karajan wurde Chefbühnenbildner der Wiener Staatsoper; von 1962 bis 1985 war er als Bühnenbildner für alle Bundestheater in Wien tätig; ab 1965 auch für die Oster- und Sommerfestspiele in Salzburg. Von 1969 bis 1983 arbeitete Schneider-Siemssen an der Metropolitan Opera sowie an allen großen Opernhäusern der Welt. Seit seinen Anfängen als Bühnenbildner arbeitete er auch für das Salzburger Marionettentheater, dem er während seiner Weltkarriere treu blieb. August Everding, Peter Ustinov und Otto Schenk waren weitere wichtige Regisseure auf seinem Weg zum Erfolg.

Kulturstadtrat Mailath-Pokorny würdigte das internationale Ansehen des "meistbeschäftigten europäischen Bühnenbildners in Amerika" und hob besonders dessen experimentelle Arbeiten mit Licht in all seinen Facetten und Spielarten hervor.

In der Ausstellung zu sehen sind unter anderem die Entwürfe zu Pelléas und Melisande, der ersten Zusammenarbeit mit Karajan (1962) für die Wiener Staatsoper, Boris Godunow von 1965, der ersten Inszenierung für die Salzburger Festspiele, sowie Entwürfe für den legendären Ring des Nibelungen, entworfen für die Salzburger Osterfestspiele in der Regie von Herbert von Karajan.

Die Ausstellung kann noch bis 30. Oktober besucht werden und ist täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

o Infos: Historisches Museum

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