Echerer: Morak kämpft in Brüssel gegen Windmühlen

Filmförderungen, über die Morak verhandeln will, sind längst im Kommissionsvorschlag enthalten

Wien (OTS) "Die Möglichkeit zur 100-prozentigen Förderung für identitätsstiftende und künstlerisch wertvolle Filmwerke besteht laut Vorschlag der EU-Kommission. Moraks Kampfgeist in dieser Sache ist nicht notwendig", kritisiert die Europaabgeordnete Mercedes Echerer, den Versuch Moraks sich mit fremden Federn zu schmücken.

Morak erklärte nämlich in einem Interview gegenüber der "Presse", er werde beim EU-Kulturministerrat in Brüssel dafür kämpfen, dass in Österreich Kunstfilme weiterhin bis zu 100% von Bund und Ländern gefördert werden dürfen und nicht, wie von der Kommission vorgeschlagen, nur mehr bis zu 50%. Hart würden die Verhandlungen werden und unsicher sei deren Ausgang, so Morak.

Der Hintergrund: Vor eineinhalb Jahren forderte die Kommission Informationen über die Filmförderungsmodalitäten der einzelnen Mitgliedsstaaten zur wettbewerbsrechtlichen Überprüfung. "Damals war die Zeit für Verhandlungen, der Entscheidungsfindungsprozess der Kommission hatte gerade erst begonnen und die kleinen Mitgliedsstaaten kämpften für die Beibehaltung ihrer Filmförderungen", erklärt Echerer. Nur Österreich ließ sich Zeit, brachte seine Information als letzter Mitgliedsstaat ein und zeigte auch sonst wenig Interesse, sich in die Gespräche einzubringen.

Morak beklagte im Interview auch die mangelnde Risikobereitschaft der österreichischen Produzenten und dass von diesen nicht genügend Eigenkapital käme. "Daß mehr Eigenkapital für Produzenten nur über die Wertschöpfung zu lukrieren ist, hat Morak richtig erkannt. Auf die Umsetzung der angemessenen strukturpolitischen Maßnahmen wartet die Filmwirtschaft allerdings bis heute. Vielleicht lässt der plötzlich ausgebrochene Tatendrang des Herrn Kulturstaatssekretärs ja wieder hoffen", so Echerer. Schließlich seinen die wirksamsten Instrumente zur Sicherung der Wertschöpfung Verbesserungen im Verleih und Vertrieb sowie die Umsetzung des Urheberrechts.
Vorbilder hierfür wären für Morak im "Media Plus" Programm der Kommission nachzulesen.

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