Fasslabend: Nürnberger und Sallmutter überfahren Gewerkschaftsmitglieder

Vorgehen bei Fusion ist Schlag ins Gesicht für jeden Demokraten

und Gewerkschafter

Wien, 09. Oktober 2001 (ÖAAB-PD) Die Vorgangsweise bei der Zusammenlegung der Gewerkschaft Metall und der GPA ist ein Schlag ins Gesicht für jeden Demokraten und Gewerkschafter, sagte heute, Dienstag, ÖAAB-Bundesobmann Dr. Werner Fasslabend. Da werden 1,4 Millionen Gewerkschaftsmitglieder zur Urabstimmung gebeten und dabei mit "No-Na-Fragen" konfrontiert und gleichzeitig schnapsen sich zwei Altfunktionäre eine Umorganisation des ÖGB aus, von der mehr als ein Drittel der Mitglieder direkt betroffen sind, ohne vorher überhaupt befragt oder informiert zu werden. "Das ist ein Drüberfahren über die Mitglieder und zutiefst undemokratisch." Nach der Präsentation der Pläne von einer "sehr hohen Diskussionsbereitschaft der Mitglieder" zu reden, könne man nur als Farce ansehen. ****

Daß das Ganze auch noch während der Laufzeit der ÖGB-Urabstimmung passiere - ohne vorherige Diskussion, ohne Information, ohne Befragung oder Mitwirkung der Betroffenen - darüber könne man nur noch den Kopf schütteln. "Nürnberger und Sallmutter sind offenbar einem Machtrausch erlegen, der sie jedes Maß und Ziel aus den Augen verlieren ließ. So ist es auch nicht weiter verwunderlich, daß es monatelang kein Ergebnis bei wichtigen politischen Entscheidungen gibt, wie etwa aktuell bei der Umsetzung der Abfertigung Neu", kritisiert Fasslabend.

Der ÖAAB ist bestürzt über diesen völligen Mangel an demokratischer Einstellung. Es sei zu hoffen, daß die Gewerkschaftsbosse wieder auf den Boden der Realität zurückfinden. (Schluß)

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