FP-Herzog: Sofiensäle müssen erhalten bleiben!

FPÖ-Wien bedauert die Stellungnahme der Architektenkammer für Sofiensäleabriss!

Wien, 02-10-2001 (fpd) - Mit Empörung reagierte heute der FP-Stadtrat Johann Herzog auf die Wünsche der Architektenkammer anstelle einer Erhaltung und Wiedererrichtung der Sofiensäle einen Totalneubau zu setzen.
"Ein noch so gut gestalteter Neubau", so Herzog, "kann niemals das Ambiente der alten Sofiensäle erreichen. Hotelneubauten und ähnliches gibt es in vielen Städten der Welt, das "Wienerische Flair" der historisch erhaltenswerten Sofiensäle ist jedoch aus vielfältigen Gründen unersetzbar".

Der Zerstörungsgrad der Sofiensäle scheint durchaus vergleichbar zu sein mit dem des 1992ebenfalls durch Brand zerstörten großen Redoutensaales. Decke und Dachstuhl waren völlig eingestürzt, die Sockelzone bis auf viereinhalb Meter zerstört. Nachträglich gesehen wird wohl die Wiedererrichtung der Redoutensäle als kulturhistorische Großtat zu werten sein - hoffentlich auch aus der Sicht der Architektenkammer.

Ähnliches verlangen die Wiener Freiheitlichen nachdrücklichst auch für die Wiener Sofiensäle. Der große Saal verfügt durch das darunter liegende Schwimmbecken über einen einmaligen Klangkörper, der in seiner Akustik weltberühmt war. Hier nicht eine Erhaltung und Wiederherstellung zu versuchen, wäre eine kulturpolitische Sünde ersten Ranges. Herzog drückte seine Hoffnung aus, dass das Bundesdenkmal auch einen bewahrenden Stadtpunkt einnehmen wird.

Vor diesem Hintergrund erinnerte Herzog an die Forderung der Wiener FPÖ, den großen Saal wiederherzustellen, das unter dem Fußboden liegende Bassin zu erhalten und diese historischen Teile in einem modernen Hotelkomplex zu integrieren - eine reizvolle Verbindung von "Alt und Neu", wie sie uns gerade in Berlin/Potsdamer Platz mit der Integration des historischen Kaisersaals ins Sonycenter vorexerziert wird. Ein durchschlagender Erfolg wird dieser Idee sicher sein.

Ein modernst gestaltetes Kongresshotel mit einem erhaltenen, historischen Festsaal von einmaliger Klangqualität würde ein attraktives Angebot für den Wiener Städtetourismus darstellen und durch die Verbindung von "historisch und modern" doch wesentlich besser als ein Neubau wirken, so Herzog abschließend.(Schluss) jen

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