Greenpeace: "Warnung des Energieministers: Atom- und Kohlestrom gefährdet die Umwelt!"

Stromkunden sollen vor schmutzigem Strom gewarnt werden

Wien (OTS) - "Atom- und Kohlestrom gefährdet die Umwelt - eine Warnung Ihres Energieministers". Mit diesen Worten sollen laut Greenpeace alle Stromkunden auf die Gefahren der Stromproduktion durch Atomkraftwerke, Kohle-, Öl- und Gaskraftwerke hingewiesen werden. Der Anteil dieser Stromarten soll nicht nur wie seit 1. Oktober vorgeschrieben auf der Stromrechnung inklusive aller Teilrechnungen ausgewiesen werden sondern auch auf allen Werbeträgern der Stromhändler. In Fernseh- und Radio-Spots und Broschüren, auf Plakaten und den Homepages der Stromhändler sollte laut Greenpeace der Aufbringungsmix für Strom ausgewiesen werden müssen. "Unsere Umwelt ist ein ebenso wertvolles Gut wie die Gesundheit", richtet Greenpeace-Energie-Experte Erwin Mayer seinen Appell an Energieminister Bartenstein. Greenpeace warnt vor der drohenden Umgehung der Stromkennzeichnungspflicht durch die Stromhändler und droht mit einer Beschwerde an den Verfassungsgerichtshof..

"So wie die Raucher auf die Gesundheitsrisiken aufmerksam gemacht werden, müssen die Stromkunden auch über die Gefahren von AKW und von fossilen Kraftwerken mit ihren CO2-Emissionen aufgeklärt werden", fordert Mayer. Minister Bartenstein sollte laut Greenpeace umgehend eine Verbesserung der Kennzeichnungspflicht im Stromgesetz vorbereiten. Greenpeace verweist darauf, dass die Stromhändler bereits jetzt versuchen die Kennzeichnungspflicht zu verwässern, indem sie die Zahlen verspätet und dann nur auf der Jahresstromrechnung ausweisen wollen. Greenpeace kündigt für den Fall, dass die Verordnungen der Länder in diese Richtung gehen sollten, eine Beschwerde beim Verfassungsgerichtshof an.

Das bundesweite Stromgesetz und die entsprechenden Landesgesetze verlangen eine Stromkennzeichnung auf der Stromrechnung. Gemäß Greenpeace beinhaltet diese Formulierung auch alle Teilstromrechnungen, die während des Jahres ausgeschickt werden. "Es besteht natürlich die Gefahr, dass mit der Zeit nur mehr Jahresstromrechnungen ausgeschickt werden um die Wahrheit über Atomstromanteile nicht zu oft den Kunden mitteilen zu müssen". Außerdem könnten sich die Stromhändler so bis zur ersten Jahresrechnung einen ungesetzlichen Gesetzesaufschub verschaffen", befürchtet Mayer.

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Mag. Erwin Mayer,
Energie-Experte Greenpeace
Tel.: 0664-2700441MMag. Franko Petri,
Pressesprecher Greenpeace Österreich
Tel.: 01-5454580-29 oder 0676-5147246

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