Ö1-Symposion: "Embryonenschutz - Hemmschuh für die Biomedizin?"

Internationales Symposion im Wiener Funkhaus von 11. bis 12. Oktober 2001

Wien (OTS) - "Embryonenschutz - Hemmschuh für die Biomedizin?" lautet der Titel eines internationalen Symposions, welches die Ö1-Wissenschaftsredaktion in Kooperation mit dem Institut für Ethik und Recht in der Medizin der Universität Wien, der Österreichischen Ärztekammer und dem Zentrum für Medizinrecht veranstaltet. Die Veranstaltung findet am Donnerstag, den 11. und Freitag, den 12. Oktober im Studio 3 des Wiener Funkhauses statt, Beginn ist an beiden Tagen um 16.00 Uhr, Eintritt frei. Berichte über das Symposion stehen am 12. und am 15. Oktober in den "Dimensionen" um 19.00 Uhr auf dem Programm von Österreich 1 und sind im ORF-Wissenschaftskanal unter http://science.orf.at abrufbar.****

Embryonale Stammzellen gelten als der "Rohstoff" der Biomedizin von morgen. Sie versprechen eine wahre Revolution therapeutischer Möglichkeiten. Chancen und Risken von Stammzellen werden unterschiedlich beurteilt. Einerseits werden große Hoffnung auf neue Heilverfahren geweckt, andererseits wird z. B. auf die Gefahr eines erhöhten Krebsrisikos verwiesen. Um die embryonalen Stammzellen erforschen zu können, müssen allerdings Embryonen zerstört werden. Damit rückt die Frage des Embryonenschutzes weltweit in den Mittelpunkt. In welchem Umfang sind Embryonen zu schützen? Wann beginnt menschliches Leben?

Erhebliche ethische Fragen wirft auch die Präimplantationsdiagnostik (PID) auf, die bisher in Österreich verboten, in einigen europäischen Ländern jedoch bereits erlaubt ist. Bei diesem Verfahren werden im Reagenzglas befruchte
Embryonen vor ihrem Transfer in die Gebärmutter auf mögliche Erbkrankheiten untersucht. Bietet dieses Verfahren eine ethisch zulässige Hilfe für Menschen mit erhöhtem Krankheitsrisiko, ein gesundes Kind zu bekommen, oder handelt es sich um eugenische Selektion, die zwischen lebenswertem und lebensunwertem Leben unterscheiden möchte?

Im Rahmen des Internationalen Symposions "Embryonenschutz -Hemmschuh für die Biomedizin?" greifen Experten und Expertinnen unterschiedlicher Disziplinen wie Ulrich Körtner (Vorstand des Instituts für Ethik und Recht in der Medizin der Universität Wien), Christian Kopetzki (Dr. iur., Mitglied der Bioethik-Kommission der österr. Bundesregierung) oder Dietmar Mieth (Leiter des Zentrums "Ethik in den Wissenschaften", Universität Tübingen) diese Fragen auf.

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