Vladyka: Novelle des Jugendwohlfahrtsgesetzes bringt wesentliche Verbesserungen

Einführung einer Meldepflicht bei Kindeswohlgefährdung

St. Pölten, (SPI) - Leider gibt es auch heute noch genügend Fälle in denen es notwendig wird, dass öffentliche Stellen zum Wohle des Kindes oder des Jugendlichen eingreifen müssen. In diesem Sinne ist der öffentliche Auftrag der Jugendwohlfahrt zu verstehen, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Kinder und Jugendliche zu schützen und ihnen in Notfällen ausreichend Unterstützung angedeihen zu lassen. Um den Entwicklungen der letzten zehn Jahre gerecht zu werden, wurde bei der vergangenen Landtagssitzung eine Novellierung des Jugendwohlfahrtsgesetzes von 1991 beschlossen. Die Familiensprecherin der SPNÖ LAbg. Christa Vladyka dazu: "Die Novelle bringt in wichtigen Teilbereichen wesentliche Verbesserungen: Mutter-Kindwohnungen und das allseits bewährte Streetwork-Konzept werden gesetzlich verankert, die anonyme Geburt findet Berücksichtigung und im Bereich der sozialpädagogischen Familienintensivbetreuung gibt es weitere Konkretisierungen. So soll künftig die Einweisung eines Kindes in ein Heim nur mehr als ultimativ letzte Maßnahme gelten. Gefährdete Kinder können so in ihren Familien verbleiben und finden quasi vor Ort eine fachgerechte Betreuung." ****

"Einer der wohl wichtigsten Neuerungen ist die Einführung einer Meldepflicht bei Vorliegen konkreter Tatbestände bei der Kindeswohlgefährdung an die Jugendwohlfahrtsbehörde. Eine Meldepflicht liegt vor, wenn der dringende Verdacht besteht, dass Minderjährige misshandelt, gequält, vernachlässigt oder sexuell missbraucht worden sind", erläutert die Familiensprecherin. Diese Maßnahme soll weitere Übergriffe auf das betreffende Kind verhindern und entsprechende Hilfestellungen möglich machen. "Die Politik hat mit dieser Novellierung auf die rasante Zunahme an familiären Defiziten reagiert, und die Basis dafür geschaffen, dass künftig noch mehr als bisher frühzeitig Probleme erkannt und adäquat darauf reagiert werden kann. So soll mit der Novelle des Jugendwohlfahrtsgesetzes in Zukunft gewährleistet sein, verstärkt auf die spezifischen Bedürfnisse der Hilfesuchenden eingehen zu können, damit niemand der Hilfe braucht auf der Strecke bleibt", so die Familiensprecherin LAbg. Christa Vladyka abschließend.
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