"Kleine Zeitung" Kommentar: "Aktenzeichen XY" (von Hubert Patterer)

Ausgabe vom 9.10.2001

Graz (OTS) - Alexander Van der Bellen setzt, wenn er spricht,
viele Pausen. Wir haben diese Langsamkeit immer als ein Zeichen von Nachdenklichkeit und Reflexionstiefe gehalten. Jetzt haben wir Gewissheit: Man kann auch ganz langsam ganz tiefen Unsinn reden.

Während die gesamte westliche Welt die Militäraktion Amerikas als legitim wertet, hätte Österreichs Grünenchef die Eindämmung des Terrors lieber den Sendungsverantwortlichen von "Aktenzeichen XY" und einigen Revierinspektoren überantwortet: Er bedauert, dass der Gegenschlag der Allianz "mehr einer Kriegshandlung als einer Polizeiaktion" ähnle. Es gelte der Neutralitätsfall. Der Luftraum sei abzudichten.

Nicht nur dem armen Johannes Voggenhuber bleibt da die Luft weg:
So positioniere sich in Europa niemand mehr! Das stimmt so nicht mehr ganz. Van der Bellen hat seit gestern zwei, die mit ihm gehen: KPÖ und PDS.

Man könnte einwenden: Jeder darf sich seine Kumpel selbst aussuchen. Nur: Der Mann wäre im Fall einer rot-grünen Koalition Österreichs Vizekanzler. Er will Verantwortung übernehmen. Ganz langsam gefragt: Kann man sie ihm abnehmen? ****

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