Wirtschaftstreuhänder begrüßen Grasser-Konzept für die Finanzverwaltung

Wien (OTS) - Zusammenlegung von Finanzämtern ab 2005 sinnvoll - Ja zur leistungsorientierten Bezahlung, Mitarbeitermotivation und modernen Managementmethoden - "Elektronische Steuererklärung" und vorhersehbare Intervalle für Betriebsprüfungen im Interesse von Steuerzahlern und Finanzverwaltung

Die Kammer der Wirtschaftstreuhänder begrüßt den von Finanzminister Grasser vorgelegten Plan, die Effizienz der Finanzverwaltung durch Umsetzung des Leistungsprinzips, Managementinformationssysteme sowie die Zentralisierung der Bundesbeschaffung zu erhöhen. Die Zusammenlegung von Finanzämtern ab dem Jahr 2005 sei eine sinnvolle und auch zeitlich realistische Maßnahme, die zwar aus Sicht der Steuerzahler nicht immer bequem, aber aufgrund der Situation des Bundeshaushaltes notwendig sei und sicher auch dazu dienen werde, die Abläufe zu beschleunigen.

Der Präsident der Kammer der Wirtschaftstreuhänder Mag. Klaus Hübner:
"Wir stimmen dem Konzept des Finanzministers vollinhaltlich zu. Es ist ein echter Beitrag zur Reform der Finanzverwaltung. Es ist sinnvoll, beim Kopf mit den Einsparungen zu beginnen. Wir hoffen, dass sich die Reform auch positiv auf Erledigungszeiträume und Serviceorientierung der Finanzverwaltung auswirken wird."

Die nun von Finanzminister Karl-Heinz Grasser angekündigte Umstrukturierung werde von der Kammer als Beitrag zur Verwaltungsreform schon lange gefordert, heißt es dazu. Dringend notwendig sei auch eine Verkürzung bei Finanzverfahren. Hübner: "Noch immer dauern Rechtsmittelverfahren in den Finanzämtern bis zu fünf Jahre, was vor allem kleine und mittlere Unternehmen betrifft."

Begrüßt wird von Hübner auch die Absicht, nur noch eine einzige Stelle mit der Prüfung von Abgaben zu beauftragen. "Momentan wird die Lohnverrechnung in Unternehmen von drei Stellen geprüft, nämlich vom Finanzamt die Lohnabgabe, von den Gebietskrankenkassen die Sozialabgaben und den Gemeinden die Kommunalsteuerabgabe", so Hübner.

Eine für österreichische Unternehmen wichtige bürokratsche Entlastung sei, das Umsatzsteuersystem zu vereinfachen. Es sei sinnvoll, dass Unternehmen untereinander steuerfrei fakturieren.

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