- 08.10.2001, 13:03:07
- /
- OTS0136 OTW0136
Wirtschaftstreuhänder begrüßen Grasser-Konzept für die Finanzverwaltung
Wien (OTS) - Zusammenlegung von Finanzämtern ab 2005 sinnvoll - Ja
zur leistungsorientierten Bezahlung, Mitarbeitermotivation und
modernen Managementmethoden - "Elektronische Steuererklärung" und
vorhersehbare Intervalle für Betriebsprüfungen im Interesse von
Steuerzahlern und Finanzverwaltung
Die Kammer der Wirtschaftstreuhänder begrüßt den von Finanzminister
Grasser vorgelegten Plan, die Effizienz der Finanzverwaltung durch
Umsetzung des Leistungsprinzips, Managementinformationssysteme sowie
die Zentralisierung der Bundesbeschaffung zu erhöhen. Die
Zusammenlegung von Finanzämtern ab dem Jahr 2005 sei eine sinnvolle
und auch zeitlich realistische Maßnahme, die zwar aus Sicht der
Steuerzahler nicht immer bequem, aber aufgrund der Situation des
Bundeshaushaltes notwendig sei und sicher auch dazu dienen werde, die
Abläufe zu beschleunigen.
Der Präsident der Kammer der Wirtschaftstreuhänder Mag. Klaus Hübner:
"Wir stimmen dem Konzept des Finanzministers vollinhaltlich zu. Es
ist ein echter Beitrag zur Reform der Finanzverwaltung. Es ist
sinnvoll, beim Kopf mit den Einsparungen zu beginnen. Wir hoffen,
dass sich die Reform auch positiv auf Erledigungszeiträume und
Serviceorientierung der Finanzverwaltung auswirken wird."
Die nun von Finanzminister Karl-Heinz Grasser angekündigte
Umstrukturierung werde von der Kammer als Beitrag zur
Verwaltungsreform schon lange gefordert, heißt es dazu. Dringend
notwendig sei auch eine Verkürzung bei Finanzverfahren. Hübner: "Noch
immer dauern Rechtsmittelverfahren in den Finanzämtern bis zu fünf
Jahre, was vor allem kleine und mittlere Unternehmen betrifft."
Begrüßt wird von Hübner auch die Absicht, nur noch eine einzige
Stelle mit der Prüfung von Abgaben zu beauftragen. "Momentan wird die
Lohnverrechnung in Unternehmen von drei Stellen geprüft, nämlich vom
Finanzamt die Lohnabgabe, von den Gebietskrankenkassen die
Sozialabgaben und den Gemeinden die Kommunalsteuerabgabe", so Hübner.
Eine für österreichische Unternehmen wichtige bürokratsche Entlastung
sei, das Umsatzsteuersystem zu vereinfachen. Es sei sinnvoll, dass
Unternehmen untereinander steuerfrei fakturieren.
Rückfragehinweis: Mag. Romana Fischer
Kammer der Wirtschaftstreuhänder
Tel: 01/811 73-223,
e-mail: fischer@kwt.or.at
Pressebetreuung:
Dr. Viktor Bauer Public Relations
Tel: 01/320 95 45-18,
e-mail: public.relations@viktorbauer.com
OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF/OTS






