Povysil begrüßt bildgebende Diagnostik für Kinder

Pädiatrischer Radiologie-Kongreß bekennt sich zu Spezialisierung und Additiv-Titeln

Wien, 2001-10-08- (fpd) - Im Rahmen des Pädiatrischen Radiologie-Kongresses in Klagenfurt machte die freiheitliche Abg. Prim. Dr. Brigitte Povysil, selbst Kinderradiologin, darauf aufmerksam, daß es Tendenzen gebe, im Zuge von Schließungen von Kinderspitälern auch den Bereich der eigenen bildgebenden Diagnostik für Kinder leider wieder in die Radiologie für Erwachsene einzugliedern. Sie begrüßte es, daß in Linz nicht ebenso gehandelt wurde und tritt für ein weiteres Vorgehen in dieser Art in anderen Krankenanstalten ein. ***

Povysil betonte die Wichtigkeit einer eigenen Radiologie für Kinder. Diese seien medizinisch anders als Erwachsene zu betrachten, sie hätten andere Krankheiten, "sie wachsen noch, sie bestehen noch mehr aus Knorpeln und weniger Knochen und sind daher wesentlich empfindlicher gegenüber ionisierender Strahlung", der Schutz sei daher besonders wichtig. Leider seien aber die dafür notwendigen kindergerechten Geräte hochqualitativ, weil sie mehr leisten müßten, und deshalb auch in der Anschaffung schwieriger. Zudem seien Ärzte erforderlich, die speziell für diesen Bereich ausgebildet seien. In Österreich gebe es aber im Gegensatz zu vielen anderen Ländern noch keine zertifizierte Spezialisierung; diese müßte auch in Österreich mit Unterstützung der Fachgruppen, Ärztekammern und des BMSG forciert werden. Dieser Meinung schlossen sich auch die Kongreßteilnehmer an.

Povysil erläuterte, daß die Strahlenbelastung der neuen digitalen Geräte bis zu einem Zehntel der bisherigen betrage. Sie ermögliche zudem die gleichzeitige Darstellung von Weichteilen und Knochen, die sofortige Kontrolle der Bildqualität und deren Nachbearbeitung und die Eingabe der digitalen Bilder in ein Patienten-Archivierungs- und Kommunikationssystem (PAKS), das die Versendung per Leitung in andere Krankenhäuser ermöglicht. Auch hier sollte im Zuge der Vernetzung der Spitäler und niedergelassenen Ärzte sowie mit der Einführung der Chipkarte eine weitere Verbesserung der Versorgung der kleinen Patienten erreicht werden.

Abschließend verwies Povysil auf die Optimierung der Kosten- und Qualitätstangenten durch Vermeidung von Mehrfachuntersuchungen, welche einerseits die Investitionskosten rechtfertige und mittelfristig dem Gesundheitssystem hohe Kosten ersparen werde. (Schluß)

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