Caritas-Hilfsprogramm in Pakistan ist angelaufen

Wien (8.10.2001 OTS) "Wir haben alle Vorbereitungen für die neuen Flüchtlingsströme getroffen", berichtet Gabriela Sonnleitner, österreichische Caritasmitarbeiterin in Pakistan heute. Nach den Luftschlägen auf Afghanistan vom Sonntag wird die Hilfe in Pakistan ausgebaut und intensiviert. Gemeinsam mit dem Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR), internationalen Hilfsorganisationen und lokalen Partnern arbeitet die internationale Caritas an einem Hilfsprogramm auf drei Ebenen.

Hilfe in neuen Flüchtlingscamps:
"Wenn der Flüchtlingsstrom einsetzt, brauchen wir zunächst neue Camps an der Grenze zu Afghanistan. Die Caritas wird dort rund 75.000 Familien mit Decken, Matratzen und Hausrat versorgen. Für 10.000 Familien können wir Zelte errichten. Darüber hinaus übernimmt die Caritas die Wasserversorgung in 6 neuen Camps und die Gesundheitsversorgung in 2 Camps." Zusätzlich zur bereits laufenden Hilfe in den bestehenden Camps sollen weitere Flüchtlingslager in den nächsten beiden Wochen für die Flüchtlinge geöffnet werden. Wenn die Grenzen zu Pakistan geschlossen bleiben und Flüchtlinge nicht nach Pakistan kommen können, wird die Caritas versuchen, die Hilfe über lokale Partner nach Afghanistan weiterzuleiten.

Hilfe in den bestehenden Lagern:
Da auch die bereits bestehenden Lager in Pakistan dringend Hilfe brauchen, wird die Caritas drei Camps (Shamshatoo, Akora Khatak und Jalozai) an der afghanisch-pakistanischen Grenze unterstützen: Die Caritas baut rund 1.700 Lehmhäuser auf, damit die Familien den drohenden kalten Winter nicht im Freien verbringen müssen, und sichert Lebensmittel und Schulbildung für die dort lebenden Kinder.

Hilfe in Afghanistan:
Darüber hinaus soll die Hilfe in Afghanistan selbst intensiviert werden, wenn es die Sicherheitssituation zulässt: Es ist geplant, die Flüchtlinge mit Medikamenten zu versorgen und für rund 100.000 Flüchtlinge in Kandahar die Versorgung mit Wasser und sanitären Anlagen sicherzustellen. Über lokale Partner sollen Lebensmittel an unterernährte Kinder verteilt werden.

"Aufgrund der guten internationalen Kontakte und der langjährigen Zusammenarbeit mit lokalen Partnern können wir nun rasch helfen", berichtet Sonnleitner. "Es braucht aber die Unterstützung der Menschen in Österreich und in aller Welt, damit das Leid der Menschen hier gelindert werden kann", appelliert Sonnleitner an die Hilfsbereitschaft der ÖsterreicherInnen. Die Caritas Österreich hat bereits Anfang letzter Woche eine halbe Million Schilling an Soforthilfe zur Verfügung gestellt. Weitere Hilfe wird aber nötig sein. Daher bittet die Caritas um Spenden für das Hilfsprogramm in Afghanistan: PSK 7.700.004, Kennwort: "Afghanistan"

Rückfragen & Kontakt:

Kommunikation: Tel.: (01) 48831/421, 0664/3846625

Caritas Österreich

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | OCZ/OCZ