Umweltbildung und Ökotourismus: Kooperation immer mehr gefragt

FORUM Umweltbildung - Fachtagung forciert neue Formen der Zusammenarbeit

St. Gerold/Hindelang (OTS) - Natur und Kultur werden die Zukunft
des Tourismus zunehmend bestimmen. Dabei kann Bildung neuen Typs eine besondere Rolle spielen. Deshalb sind innovative Umweltbildungsangebote in vielen Tourismusregionen immer mehr gefragt. Die FORUM Umweltbildung - Reise-Fachtagung "Grenzgänge. Umweltbildung und Ökotourismus", die eben zuende gegangen ist, ortete deshalb gute Chancen für eine Zusammenarbeit von Tourismus und Umweltbildung. Dies auch im Hinblick auf das von der UNO propagierte "Jahr des Ökotourismus 2002". ****

Natur erleben und gutes Essen stehen laut Tourismusforschung hoch im Kurs bei den Erwartungen der Feriengäste und können "Zutaten" für "nachhaltige Ferien" in einem doppelten Sinn sein: für die Erholung der Besucher ebenso wie für die nachhaltige Entwicklung einer bereisten Region - eine Chance gerade auch für den ländlichen Tourismus. "In Zukunft werden ökologische Aspekte zunehmend an Bedeutung gewinnen, sagte Dominik Siegrist von der Hochschule Rapperswill, Schweiz. Derzeit werden die Marktpotentiale für Ökotourismus auf bis zu 30 Prozent der in und nach Österreich Reisenden geschätzt. "Die meisten Touristen haben Interesse an ihrer Urlaubsregion" meinte Christian Baumgartner vom Wiener Institut für Integrative Tourismus und Freizeitforschung, "man sollte deshalb die regionale Identität und die regionale Kultur bei der Tourismusbetreuung in den Vordergrund stellen, gibt es da ein klares Profil, dann sind die Urlaubsangebote nicht mehr austauschbar."

Durch das Angebot eines nachhaltigen Lebensstils in der Urlaubsregion kann indirekt auch die Grundlage für umweltverträgliches Verhalten im Alltag daheim geschaffen werden. "Es geht um zeitgemäßes Marketing und Programme mit Witz und Charme, die nicht nach Bildung riechen", meinte dazu Monica Lieschke vom FORUM Umweltbildung, "daher liegen gerade hier zahlreiche Chancen und Herausforderungen für neue erlebnisorientierte Bildungsformen." Dazu wurden auf der Tagung die Möglichkeiten etwa der Zusammenarbeit mit Künstlern aus der Region, des Einsatzes Neuer Medien als Regenprogramm und von Ökostammtischen in den Gemeinden präsentiert und erörtert.

An der Fachtagung "Grenzgänge", veranstaltet vom FORUM Umweltbildung haben mehr als 100 Teilnehmer aus Österreich, Deutschland, Italien und der Schweiz, zumeist Experten aus den verschiedensten Berufsbereichen teilgenommen. Sie wechselten dabei vom Vorarlberger großen Walsertal zum Allgäuer Hindelang, Modellregionen für Ökotourismus.

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Dr. Wolfgang Sorgo

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