ÖGJ kritisiert Bildungsabbau: Lehrlinge ebenso betroffen, wie SchülerInnen und StudentInnen

ÖGJ ruft Jugendliche zur Teilnahme an Urabstimmung auf

Wien (ÖGJ). "Mit der Einführung der Studiengebühren wurde der freie Zugang zu Bildung in unserem Land von dieser Regierung gestrichen. Die ÖGJ ist entschieden gegen diese Art sozialer Barrieren", erklärt Albert Maringer, Bundesvorsitzender der Österreichischen Gewerkschaftsjugend (ÖGJ). Nun gelte es, gemeinsam gegen den Bildungsabbau vorzugehen. Denn, so Maringer, "beim Bildungsabbau hat die Regierung keinen verschont."++++

Besonders viele Verschlechterungen, so der Bundesvorsitzende, gab es für Lehrlinge. "Von der Verlängerung der Probezeit, der Verkürzung der Behaltefrist, der Ausdehnung der Vorlehre, von der lediglich der Betrieb profitiert, über Nachtarbeit für Gastgewerbelehrlinge bis zur Zerstörung des Auffangnetzes für Jugendliche hat die Regierung keinen Bereich ausgelassen", so Maringer.

Was Maringer besonders verärgert: "Die Prioritäten der Politik dieser Regierung sind nicht nur jugendfeindlich sondern auch wirtschaftsschädigend. Das Nulldefizit auf einen goldenen Thron zu heben und gleichzeitig Tausende Jugendliche auf der Straße stehen zu lassen, kann nicht der richtige Weg sein. Die Zeit läuft und noch immer wurden keine zusätzlichen finanziellen Mitteln für ein Auffangnetz zur Verfügung gestellt." Es sei bereits Mitte Oktober, so der Bundesvorsitzende, und noch immer wüssten Tausende Jugendliche nicht, ob sie im kommenden Monat einen Ausbildungsplatz haben werden oder nicht. "Wir fordern die Regierung auf, sofort 500 Millionen Schilling zur Verfügung zu stellen, um unseren Jugendlichen eine Ausbildung zu ermöglichen."

Maringer abschließend: "Wir rufen die jugendliche Mitglieder auf, sich an der ÖGB-Urabstimmung zu beteiligen, denn trotz mehrfacher Ankündigungen von Regierungsseite ist im Bereich Bildung nichts passiert. Im Gegenteil: Die Jugendlichen müssen mit Verschlechterungen kämpfen. Wir fordern in unserem fünften Punkt eine schulische und eine berufliche Bildungsoffensive, um die Zukunftschancen aller zu verbessern - mit dem Ziel eines offenen Bildungszuganges ohne sozialer Barrieren. Der Großteil der Lehrlinge ist noch nicht wahlberechtigt und somit sind die Mitbestimmungsmöglichkeiten begrenzt. Anders bei der ÖGB-Urabstimmung: Hier zählt jede Stimme und alle Jugendlichen haben die Möglichkeit ein Zeichen zu setzen."

ÖGB, 8. Oktober 2001
Nr. 814

ÖGB-Urabstimmung vom 24. September bis 15. Oktober 2001
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