NÖN: Airport-Fusion zwischen Wien-Schwechat und Bratislava

Verhandlungen zwischen Österreich und Slowakei über mögliche Aufgabenteilung laufen

St. Pölten (OTS) - Über intensivierte Verhandlungen über eine Fusion der Airports Wien-Schwechat und Bratislava berichten die NÖ Nachrichten (NÖN) in der aktuellen Landesausgabe. Der für die Beziehungen zur Slowakei zuständige österreichische EU-Parlamentarier Paul Rübig (ÖVP)fordert gegenüber der NÖN die Fusion der beiden Flughäfen zu einem Großflughafen. Rübig: "Der Flughafen Wien hat den Nachteil, dass er durch seine Stadtnähe immer stärker zum Umweltproblem wird. Der Flughafen Bratislava hat dagegen mit starken finanziellen Poblemen zu kämpfen. Ein Zusammenschluß wäre daher für beide Seiten von Vorteil."

Eine gemeinsame Gesellschaft soll beide Flughäfen übernehmen und einer sinnvollen Aufgabenteilung unterziehen. Rübig schlägt vor, Bratislava zur Drehscheibe für alle Flüge Richtung Osten werden zu lassen. Auf die geplante dritte Startpiste in Schwechat will Rübig verzichten: Die Mittel sollten besser gleich in Bratislava investiert werden. Als Verbindung zwischen den beiden Flughäfen schlägt der EU-Parlamentarier - zugleich auch Präsident des Europäischen Wirtschaftsbundes - eine Trans-Rapid-Strecke vor: Die EU würde dafür Mittel bereitstellen.

Niederösterreichs Landeshauptmann Erwin Pröll bestätigt laut NÖN die Verhandlungen über eine Kooperation: "Ministerpräsident Mikulas Dzurinda ist an einer Kooperation sehr interessiert, er hat das Thema zur Chefsache erklärt." Wiens Bürgermeister Michael Häupl steht laut NÖN zu den Kooperationsplänen, er pocht aber auf die Arbeitsplätze in Schwechat: "Das Wachstum unseres Flughafens darf sich durch die Kooperation nicht verlangsamen." Flughafen- Aufsichtsrats-Chef Johannes Coreth und Flughafen-Vorstand Kurt Waniek bestätigen die Verhandlungen ebenfalls: "Bratislava wird Wien- Schwechat nicht aussaugen - es ist genug für alle da."

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