ARBÖ: Mittlerweile jeder zweite Autolenker nicht angegurtet, jedes dritte Kinder fährt ungesichert mit - GRAFIK (web)

Wien (ARBÖ) - Durch die konsequente Verwendung von Sicherheitsgurten und Kinderrückhaltesystemen könnten pro Jahr zahlreiche Menschenleben gerettet und schwere Verletzungen verhindert werden. Leider ist die Benutzungsquote erschreckend gering. Nach einer aktuellen ARBÖ-Erhebung ist nahezu jeder zweite Autolenker, Beifahrer oder Mitfahrer nicht angegurtet, fast ein Drittel der Kinder fahren ungesichert mit. "Eine unerfreuliche Zahl, die verdeutlicht, dass Verkehrssicherheit öffentlich, sichtbar und hörbar gemacht werden muss," so ARBÖ-Präsident Dr. Herbert Schachter.

8.000 Fahrzeuginsassen "gecheckt"

Ende September 2001 führte der ARBÖ eine Erhebung über die Verwendung von Sicherheitsgurten beziehungsweise Kinderrückhaltesystemen bei 7.985 Fahrzeuginsassen durch, die ein unerfreuliches Ergebnis brachte:

  • 51,58 Prozent der Fahrzeuglenker waren nicht angegurtet
  • 55,23 Prozent der Beifahrer verzichteten ebenfalls auf den Lebensretter Gurt
  • 83,57 Prozent der im Fond sitzenden Mitfahrer waren überhaupt nicht angegurtet
  • Ein wenig besser das Ergebnis bei mitfahrenden Kindern: 70,63 Prozent waren mit entsprechenden Kinderrückhalteeinrichtungen gesichert, 29,37 Prozent leider noch immer nicht.

Siehe dazu auch die ARBÖ OGS-Grafik "Anlegequote Gurte und Kindersitze", die ab etwa 11.00 Uhr abrufbar ist.

Durch konsequente Verwendung der lebensrettenden Gurte und Kindersitze könnte viel Leid vermieden werden. Der Griff zum Sicherheitsgurt sollte nach jedem Einsteigen in ein Fahrzeug, ob vorne oder im Fond, "automatisch" erfolgen. Den Lenker oder die Lenkerin trifft übrigens die Verpflichtung, für die ordnungsgemäße, sichere Kinderbeförderung Sorge zu tragen.

Gurt und Kindersitze sind Pflicht

Schließlich ist das Risiko, bei einem Unfall getötet zu werden, für große und kleine Gurtenmuffel neunmal so hoch wie für Angegurtete. Nur wenn der Körper über das maßgeschneiderte Rückhaltesystem - dem Sicherheitsgurt oder bei Kindern der Kindersitz - mit der Karosserie verbunden ist, macht er die von der Fahrzeugstruktur vorprogrammierten Verzögerungen mit.

Gemäß ARBÖ sind viele Autolenker und Mitfahrer der Ansicht, sich nicht anschnallen zu müssen, da ihr Auto ohnehin über einen Airbag verfügt. Das ist ein Irrtum, denn der Airbag funktioniert nur in Kombination mit dem Gurt als Lebensretter.

"Eine bundesweite Aufklärungskampagne wäre der richtige Weg, um darzulegen, wie der Sicherheitsgurt und natürlich auch die Kinderrückhaltesysteme oft Unfallfolgen verhindern bzw. mindern können. Der ARBÖ leistet dazu seinen Verkehrssicherheitsbeitrag im Klubjournal FREIE FAHRT, weiters wird bei zahlreichen Veranstaltungen mit einem vom ARBÖ entwickelten Aufprallsimulator für die Verwendung des Sicherheitsgurtes und der Kinderrückhaltesysteme geworben," betont abschließend ARBÖ-Präsident Dr. Schachter.

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