Faymann: Stadt Wien fördert "Jung und Alt unter einem Dach"

Grundsteinlegung für 359 Heimplätze in Wien-Favoriten

Wien, (OTS) "Jung und Alt unter einem Dach heißt die Devise des neuen Kolpinghauses für betreutes Wohnen in der Favoritenstraße. Denn Ziel dieses Projektes ist es, das Zusammenleben gemeinsam mit älteren, auch pflegebedürftigen Menschen zu gewährleisten. Sie sollen auch bei Krankheit nicht aus ihrer Familie herausgerissen werden. Aber alles, was die Familie nicht mehr leisten kann - also die ärztliche Betreuung, professionelle Pflege usw. - wird hier abgedeckt. Das Kolping-Haus in Wien Favoriten wird diesen Bedürfnissen in qualitativ hochstehender Art und Weise Rechnung tragen", erklärte Wohnbaustadtrat Werner Faymann am Montag gegenüber der Rathauskorrespondenz.

Die Wohnbedürfnisse sind von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Sie ändern sich aber auch je nach der gegenwärtigen Lebenssituation. Das jahrzehntlange Leben in ein und derselben Wohnung, wie es früher durchaus üblich war, wird zunehmend ersetzt durch ein situationsspezifisches Wohnen, das dem aktuellen Lebensabschnitt entspricht. Die Stadt kommt diesem Bedürfnis der Menschen durch unterschiedliche Instrumente nach. So zum Beispiel durch die JungwienerInnenaktion, die jungen Menschen den Schritt zur ersten Wohnung erleichtert. Ein weiteres Instrument sind die verschiedenen Themenbauten, die auf individuelle Bedürfnisse zugeschnitten sind. Dazu zählt unter anderem die Frauenwerkstadt, mit frauen- und familienspezifischen Schwerpunkten. Dazu zählt außerdem die Autofreie Mustersiedlung, die Solar City mit ökologischem Schwerpunkt und die Selbstbauprojekte, bei denen die MieterInnen den Bau ihres Wohnhaus und ihre Wohnungen selbst mitgestalten können.

Ein guter Teil der pro Jahr errichteten 5.000 bis 6.000 geförderten Wohnungen orientiert sich an diesen unterschiedlichen Wohn-Ideen der zukünftigen MieterInnen. Die Stadt fördert die Verwirklichung aller Neubauprojekte mit heuer mehr als 2 Milliarden Schilling.

Jung und Alt unter einem Dach

Eines der immer wichtigeren Wohnformen ist das betreute Wohnen. Aufgrund der Alterspyramide und der damit einhergehenden Zunahme des Anteils älterer Menschen wird diese Form des Wohnens immer gefragter werden. Selbständiges Wohnen soweit als möglich heißt der Grundsatz. Darüber hinaus stehen eine Reihe von Betreuungs- und Hilfseinrichtungen zur Verfügung. Die ärztliche Betreuung ist ebenso gewährleistet wie Notrufeinrichtungen, Ergo- und Physiotherapie, ein Portierdienst, eine Cafeteria, Massage, Pediküre, Maniküre, Sauna, Solarium, eine eigene Frischküche mit Diätmahlzeiten, Konferenzräume und eine Bibliothek. Mutter-Kind-Wohnungen stehen ebenso zur Verfügung wie Wohnungen für Angehörige neben dem Kolping-Haus.

Die Stadt fördert die Errichtung der insgesamt 359 Heimplätze mit 88 Millionen Schilling. Die Gesamtkosten des Kolpinghauses liegen bei 192 Millionen Schilling.

Die Gesamtförderungsmittel der Stadt für das Projekt "Ehemalige Schmidt-Stahlwerke" Katharinengasse liegen inklusive Kolpinghaus bei 323 Millionen Schilling. Für 650 Familien wird dieses Wohnprojekt ab dem nächsten Jahr zur neuen Adresse werden. 34 neue Lokale und Arztpraxen sowie ein direkter Fußweg zum Naherholungsgebiet Laaer Wald und Böhmischen Prater und die direkte Haltestelle der Straßenbahnlinie 67 sind die wesentlichen Infrastrukturmerkmale des neuen Kolping-Hauses und des Wohnprojekts auf dem Areal der ehemaligen Schmidt-Stahlwerke. (Schluss) gmp

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