Wieder hohe Zahl an Motorrad-Unfällen: KfV appelliert an Vernunft aller

Geschwindigkeit richtig einschätzen

Wien (OTS) - Eine erschreckend hohe Zahl an Motorrad-Unfällen
weist die heute veröffentlichte Unfallbilanz der vergangenen Woche auf, stellt das Kuratorium für Verkehrssicherheit mit Besorgnis fest. Laut KfV-Experten ist das Risiko tödlich zu verunglücken, für Motorradfahrer zehn mal so hoch wie für Autofahrer. KfV-Direktor Dr. Othmar Thann appelliert daher an die Vernunft aller, besondere Vorsicht walten zu lassen: "Motorradfahrer haben keine Knautschzone. Das sollten Autofahrer bedenken und besonders umsichtig unterwegs sein. Motorradfahrer wieder sollten der Situation und ihrem Können entsprechend fahren."

Hauptunfallursache bei Motorradfahrern ist nichtangepasste Geschwindigkeit. Bei einer Kollision zwischen einem Pkw- und einem Motorradfahrer ist die Unfallursache oft ein falsches Einschätzen der Geschwindigkeit des Motorradfahrers durch den Pkw-Lenker. Häufig kommt es auch vor, dass Motorradfahrer übersehen werden. "Sichtbarkeit ist Sicherheit. Motorradfahrer sollten daher auf helle Schutzkleidung, reflektierende Materialien und optische Präsenz setzen, zum Beispiel durch ausreichende Sicherheitsabstände zu anderen Fahrzeugen und - Abblendlicht ist Pflicht bei Einspurigen Kfz", hält Thann fest.

Vermehrte Geschwindigkeitskontrollen an klassischen Motorradrouten

Das KfV fordert unter anderem, so Thann, vermehrte Geschwindigkeitskontrollen an klassischen Motorradrouten und eine entsprechende Gestaltung der Straßeninfrastruktur - etwa durch Leitschienen mit Doppelbeplankung oder Betonleitschienen bzw. zumindest Ummantelungen der Leitschienensteher mit energieaufnehmenden Material.

23 Todesopfer im Strassenverkehr während der vergangenen Woche

Bei den tödlichen Verkehrsunfällen in der vergangenen Woche verloren 9 PKW-Insassen (davon 5 Lenker), 3 Lkw-Insassen (davon 2 Lenker), 7 Motorrad-Fahrer (davon 6 Lenker), 1 Moped-Lenker, 2 Radfahrer und 1 Fußgänger ihr Leben. Als vermutliche Hauptunfallsursachen dieser tödlichen Verkehrsunfälle mussten Vorrangverletzung (4), nichtangepasste Geschwindigkeit (3), Unachtsamkeit (3), Überholen (2), Übermüdung (1), Abstandfehler (1) und Sonstige (2) festgestellt werden. Bei 4 Verkehrsunfällen konnte die Ursache bisher nicht ermittelt werden. 1 Fußgänger kam durch Fremdverschulden ums Leben. 5 der 20 Verkehrsunfälle waren sogenannte Alleinunfälle. 1 tödlich verletzter Fahrzeuginsasse war nicht angegurtet. 1 Fahrzeuglenker hatte keine Lenkberechtigung. (Schluss)

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