- 08.10.2001, 10:22:41
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Forstinger: Spezielle Verkehrssicherheitsmaßnahmen für Kinder
Verbesserte Kennzeichnung von Schulbussen und mehr Sicherheit auf Schutzwegen
Wien (OTS) - "Mit gezielten Maßnahmen muß die Zahl der im
Straßenverkehr verletzten oder getöteten Kinder weiter gesenkt
werden. Dazu wird im Verkehrssicherheitsprogramm des BMVIT eine Reihe
von Vorschlägen unterbreitet", so Verkehrsministerin Monika
Forstinger heute, Montag, im Rahmen einer Pressekonferenz in Wien.
Die Verkehrsministerin hat deshalb ein Verkehrssicherheitsprogramm
in Auftrag gegeben, das die Sicherheit im Straßenverkehr insgesamt
und die für Kinder im Besonderen erhöhen soll. Im einzelnen nannte
Forstinger folgende Maßnahmen, die nun umzusetzen sind:
21. KFG-Novelle: VERBESSERTE KENNZEICHNUNG VON SCHULBUSSEN (auch
Kleinbussen) durch das Anbringen einer gelbroten Tafel mit darauf
abgebildeten Kindersymbolen und Blinkleuchten (Schülertransport-
Kennzeichentafel). Dadurch soll die - ohnedies schon gegebene, leider
aber nicht von allen Autofahrern respektierte - Anhaltepflicht hinter
Schulbussen, die an einer Haltestelle stehen bleiben, besser
realisiert werden.
MEHR SICHERHEIT AUF "SCHUTZWEGEN": Die mangelnde Einhaltung der
Anhaltepflicht vor Schutzwegen und die hohe Unfallzahl auf diesen
erfordern Sofortmaßnahmen. Dabei soll das Signalbild ebenso
verbessert werden wie die Beleuchtung der Schutzwege. In manchen
Fällen, so Bundesministerin Monika Forstinger, werden auch bauliche
Maßnahmen notwendig sein, etwa um freie Sicht im Zufahrtsbereich
sicherzustellen oder um eine Fahrbahnverengung zu erreichen. Das kann
durch Vorziehung der Auftrittsflächen ebenso geschehen wie durch
Mittelinseln. Das BMVIT führt zur Zeit auch mit dem Bundesministerium
für Inneres Gespräche über eine verstärkte Überwachung der
Schutzwege.
VERBESSERUNGEN BEI DER SCHULWEGSICHERHEIT: Verkehrsministerin
Monika Forstinger will sich für die Umsetzung des am 2. Oktober 2001
vom Beirat des Österreichischen Verkehrssicherheitsfonds empfohlenen
Programms des VCÖ einsetzen. Gefragt sind hier vor allem neue Ideen
in der Verkehrserziehung. Hauptaugenmerk wurde meist auf die
Auseinandersetzung mit dem motorisierten Individualverkehr gelegt.
Die Einbindung des öffentlichen Verkehrs, der z.B. in Form von
Schulbussen einen erheblichen Sicherheitsbeitrag leistet, wurde
selten überlegt. Die Internetplattform des VCÖ wird versuchen, auch
im Dialog mit Eltern einen umfassenderen Begriff der
Schulwegsicherheit zu schaffen. Ausserdem soll es einen groß
angelegten Schulweg-Sicherheitstest in Kooperation mit den Eltern
geben.
In Relation zu anderen Altersgruppen gesehen ist die Zahl der
Kinder unter 14 Jahren, die einen Unfall haben, gering. "Dennoch sind
4.181 verletzte Kinder im Jahr 2000 viel zu viel", stellte Forstinger
fest.
"Der Österreichische Verkehrssicherheitsfonds hat in den letzten
Jahren schwerpunktmäßig Aktionen für Fahrradhelme und auch
Radfahrprüfungen gefördert. Darüber hinaus wurden bzw. werden - zum
Teil auch in dankenswerter Kooperation mit einigen Medien - Maßnahmen
zur Förderung von Autokindersitzen umgesetzt. Insgesamt hat der
Verkehrssicherheitsfonds in den ersten 9 Monaten des heurigen Jahres
49 Projekte mit zusammen 52,7 Millionen Schilling unterstützt",
erläuterte die Verkehrsministerin.
In den nächsten Tagen startet das Bundesministerium für Verkehr,
Innovation und Technologie eine Kampagne zum Thema
"Verkehrssicherheit für Kinder durch den Gurt". In diesem
Zusammenhang appellierte Verkehrsministerin Monika Forstinger an die
Medien, immer wieder Beiträge zur Erhöhung der Verkehrssicherheit für
Kinder zu bringen. (schluß bxf)
Rückfragehinweis: Dr. Monika Närr
Pressesprecherin
BM für Verkehr, Innovation und Technologie
Tel.: 01/711 62/8400
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