Forstinger: Spezielle Verkehrssicherheitsmaßnahmen für Kinder

Verbesserte Kennzeichnung von Schulbussen und mehr Sicherheit auf Schutzwegen

Wien (OTS) - "Mit gezielten Maßnahmen muß die Zahl der im Straßenverkehr verletzten oder getöteten Kinder weiter gesenkt werden. Dazu wird im Verkehrssicherheitsprogramm des BMVIT eine Reihe von Vorschlägen unterbreitet", so Verkehrsministerin Monika Forstinger heute, Montag, im Rahmen einer Pressekonferenz in Wien.

Die Verkehrsministerin hat deshalb ein Verkehrssicherheitsprogramm in Auftrag gegeben, das die Sicherheit im Straßenverkehr insgesamt und die für Kinder im Besonderen erhöhen soll. Im einzelnen nannte Forstinger folgende Maßnahmen, die nun umzusetzen sind:

21. KFG-Novelle: VERBESSERTE KENNZEICHNUNG VON SCHULBUSSEN (auch Kleinbussen) durch das Anbringen einer gelbroten Tafel mit darauf abgebildeten Kindersymbolen und Blinkleuchten (Schülertransport-Kennzeichentafel). Dadurch soll die - ohnedies schon gegebene, leider aber nicht von allen Autofahrern respektierte - Anhaltepflicht hinter Schulbussen, die an einer Haltestelle stehen bleiben, besser realisiert werden.

MEHR SICHERHEIT AUF "SCHUTZWEGEN": Die mangelnde Einhaltung der Anhaltepflicht vor Schutzwegen und die hohe Unfallzahl auf diesen erfordern Sofortmaßnahmen. Dabei soll das Signalbild ebenso verbessert werden wie die Beleuchtung der Schutzwege. In manchen Fällen, so Bundesministerin Monika Forstinger, werden auch bauliche Maßnahmen notwendig sein, etwa um freie Sicht im Zufahrtsbereich sicherzustellen oder um eine Fahrbahnverengung zu erreichen. Das kann durch Vorziehung der Auftrittsflächen ebenso geschehen wie durch Mittelinseln. Das BMVIT führt zur Zeit auch mit dem Bundesministerium für Inneres Gespräche über eine verstärkte Überwachung der Schutzwege.

VERBESSERUNGEN BEI DER SCHULWEGSICHERHEIT: Verkehrsministerin Monika Forstinger will sich für die Umsetzung des am 2. Oktober 2001 vom Beirat des Österreichischen Verkehrssicherheitsfonds empfohlenen Programms des VCÖ einsetzen. Gefragt sind hier vor allem neue Ideen in der Verkehrserziehung. Hauptaugenmerk wurde meist auf die Auseinandersetzung mit dem motorisierten Individualverkehr gelegt. Die Einbindung des öffentlichen Verkehrs, der z.B. in Form von Schulbussen einen erheblichen Sicherheitsbeitrag leistet, wurde selten überlegt. Die Internetplattform des VCÖ wird versuchen, auch im Dialog mit Eltern einen umfassenderen Begriff der Schulwegsicherheit zu schaffen. Ausserdem soll es einen groß angelegten Schulweg-Sicherheitstest in Kooperation mit den Eltern geben.

In Relation zu anderen Altersgruppen gesehen ist die Zahl der Kinder unter 14 Jahren, die einen Unfall haben, gering. "Dennoch sind 4.181 verletzte Kinder im Jahr 2000 viel zu viel", stellte Forstinger fest.

"Der Österreichische Verkehrssicherheitsfonds hat in den letzten Jahren schwerpunktmäßig Aktionen für Fahrradhelme und auch Radfahrprüfungen gefördert. Darüber hinaus wurden bzw. werden - zum Teil auch in dankenswerter Kooperation mit einigen Medien - Maßnahmen zur Förderung von Autokindersitzen umgesetzt. Insgesamt hat der Verkehrssicherheitsfonds in den ersten 9 Monaten des heurigen Jahres 49 Projekte mit zusammen 52,7 Millionen Schilling unterstützt", erläuterte die Verkehrsministerin.

In den nächsten Tagen startet das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie eine Kampagne zum Thema "Verkehrssicherheit für Kinder durch den Gurt". In diesem Zusammenhang appellierte Verkehrsministerin Monika Forstinger an die Medien, immer wieder Beiträge zur Erhöhung der Verkehrssicherheit für Kinder zu bringen. (schluß bxf)

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