Forstinger: "Austronaut" Franz Viehböck geehrt

100 Millionen Schilling für das nationale Weltraumprogramm Österreichs

Wien (OTS) - "10 Jahre nach der erfolgreichen Mission "Austromir" freue ich mich, den ersten österreichischen Astronauten, Dipl.-Ing. Franz Viehböck, für seine engagierten Verdienste ehren zu dürfen", so Infrastrukturministerin Monika Forstinger heute, Montag bei einem Festakt im Siemens-Forum in Wien.

"Mit der ehrenvollen Einladung Österreichs zur Durchführung wissenschaftlicher Experimente im Rahmen des sechstägigen Fluges von Dipl.-Ing. Viehböck in der Raumstation MIR ist Österreich ohne große Raumfahrttradition ein Partner für die russischen Kollegen geworden, der Experimente von höchster Qualität abzuwickeln in der Lage war", sagte Forstinger und dankte für die "Starthilfe ins Weltall" dem Botschafter der Russischen Föderation, Dr. Alexander W. Golowin.

Österreich werde auch in Zukunft die vor einem Jahrzehnt begonnene "Expedition in den Weltraum" fortführen, kündigte die Innovationsministerin an. Sie hat dem Rat für Forschung und Technologieentwicklung ein mit 100 Millionen Schilling jährlich dotiertes "Nationales Weltraumprogramm" vorgeschlagen. Der Rat für Forschung und Technologieentwicklung hat empfohlen, die Aktivitäten der Raumfahrt mit den Entwicklungen in der Luftfahrt zu verbinden. Die Ministerin ist zuversichtlich, das das "Nationale Weltraumprogramm" noch heuer beschlossen wird.

Auch im Rahmen der European Space Agency (ESA) wird Österreich im gleichen budgetären Umfang wie bisher weiter mitarbeiten. Obwohl Europa nur rund ein Fünftel dessen investiert, was die Vereinigten Staaten für Weltraumforschung ausgeben, "ist das europäische und auch das österreichische Weltraumengagement eine Erfolgsstory, wenn man den Aufwand in Bezug zum Ergebnis setzt", so Forstinger. Und weiter:
"In der Telekommunikation, in der Navigation und bei den Startdiensten haben sich aus der Forschung bereits kommerzielle Märkte mit intensivem globalem Wettbewerb entwickelt." Ihr politisches Ziel sei es, die österreichische Weltraum-Grundlagenforschung und die vorgelagerte Industrie zu unterstützen.

Dabei werde auch die EU helfen: Im nächsten Rahmenprogramm sei nämlich auch ein Teil für "Aeronautics and Space" reserviert, kündigte Ministerin Forstinger an: "Das bedeutet, daß nach vierzig Jahren europäischer Weltraumforschung und -technik im Rahmen der ESA von der EU die strategische und wirtschaftliche Bedeutung dieses Bereichs als Instrument einer modernen Infrastrukturpolitik erkannt worden ist."

Bei der nächsten ESA-Ministerkonferenz Mitte November in Edinburgh werden Beschlüsse für eine künftig noch engere Zusammenarbeit zwischen EU und ESA gefaßt werden. In Schottland werden insbesondere zwei Projekte auf Schiene gebracht: Das Satellitennavigationsprojekt Galileo und das "Global Monitoring for Environment and Security". Dabei geht es darum, für die vorhandenen Erdbeobachtungsdaten einen Markt zu entwickeln. Österreich ist bei diesen beiden Projekten in der Konzeption aktiv beteiligt, und es gehe ihr darum, erläuterte Forstinger, möglichst viele Aufträge aus diesen europäischen Programmen nach Österreich zu holen. (schluß bxf)

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