• 08.10.2001, 08:10:00
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  • OTS0008 OTW0008

Vladyka: Neues Jugendgesetz bringt Hilfe statt Strafe

Wien, NÖ und Burgenland gehen künftig gemeinsamen Weg in Jugendschutzfragen

St. Pölten, (SPI) - Mit dem 1.Jänner 2002 wird es zwischen den
östlichen Bundesländern Niederösterreich, Burgenland und Wien eine
einheitliche und teilweise strengere Regelung in Jugendschutzfragen
geben. Das wurde bei der vergangenen Sitzung des
niederösterreichischen Landtages beschlossen. Familiensprecherin
LAbg. Christa Vladyka zeigte sich äußerst zufrieden mit den erzielten
Einigungen: "Künftig wird es keine gravierenden Unterschiede in der
Gesetzgebung zwischen Niederösterreich, Burgenland und Wien mehr
geben. Die Eckdaten des bestehenden Jugendschutzgesetzes wurden von
den drei Bundesländern modernisiert, harmonisiert und aufeinander
abgestimmt. Neben der Neudefinition des Begriffs ‚Jugendlicher'
wurden auch inhaltliche Modifikationen beschlossen, die die Jugend
künftig effizienter als bisher schützen sollen. Prominentes Beispiel
ist der Konsum von Genussmitteln wie Tabak oder Alkohol, wo generell
ein Verbot bis zu einem Mindestalter anzustreben ist."****

Als besonderen Wurf bezeichnete die Sozialdemokratische
Landtagsabgeordnete Vladyka die quasi ‚Entsanktionierung' des bis
dato geltenden Bestrafungsszenarios: "Ich bin stolz darauf, daß es
den Niederösterreichischen Sozialdemokraten gelungen ist, die
Volkspartei davon zu überzeugen, dass eine Bestrafung von
Jugendlichen heute nicht mehr zeitgemäß ist. Künftig wird in der
Sanktionierung das Motto ‚Hilfe statt Strafe' Schule machen. Das
bedeutet konkret, dass sich Jugendliche nach Delikten einem
Fachgespräch unterziehen müssen und soziale Leistungen zu erbringen
haben. Das kann sein in Bereichen des Umweltschutzes, der
Behinderten- oder Krankenbetreuung oder in Altersheimen".

"Oberste Priorität für Jugendliche muß Hilfe statt Strafe sein. Denn
eines ist dabei klar: Druck wird immer wieder erneut Gegendruck
erzeugen", so LAbg Vladyka abschließend.
(Schluss) rs

Rückfragehinweis: Landtagsklub der SPÖ NÖ

Tel: 02742/9005 DW 12794

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NSN/NSN

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