Vladyka: Neues Jugendgesetz bringt Hilfe statt Strafe

Wien, NÖ und Burgenland gehen künftig gemeinsamen Weg in Jugendschutzfragen

St. Pölten, (SPI) - Mit dem 1.Jänner 2002 wird es zwischen den östlichen Bundesländern Niederösterreich, Burgenland und Wien eine einheitliche und teilweise strengere Regelung in Jugendschutzfragen geben. Das wurde bei der vergangenen Sitzung des niederösterreichischen Landtages beschlossen. Familiensprecherin LAbg. Christa Vladyka zeigte sich äußerst zufrieden mit den erzielten Einigungen: "Künftig wird es keine gravierenden Unterschiede in der Gesetzgebung zwischen Niederösterreich, Burgenland und Wien mehr geben. Die Eckdaten des bestehenden Jugendschutzgesetzes wurden von den drei Bundesländern modernisiert, harmonisiert und aufeinander abgestimmt. Neben der Neudefinition des Begriffs ‚Jugendlicher' wurden auch inhaltliche Modifikationen beschlossen, die die Jugend künftig effizienter als bisher schützen sollen. Prominentes Beispiel ist der Konsum von Genussmitteln wie Tabak oder Alkohol, wo generell ein Verbot bis zu einem Mindestalter anzustreben ist."****

Als besonderen Wurf bezeichnete die Sozialdemokratische Landtagsabgeordnete Vladyka die quasi ‚Entsanktionierung' des bis dato geltenden Bestrafungsszenarios: "Ich bin stolz darauf, daß es den Niederösterreichischen Sozialdemokraten gelungen ist, die Volkspartei davon zu überzeugen, dass eine Bestrafung von Jugendlichen heute nicht mehr zeitgemäß ist. Künftig wird in der Sanktionierung das Motto ‚Hilfe statt Strafe' Schule machen. Das bedeutet konkret, dass sich Jugendliche nach Delikten einem Fachgespräch unterziehen müssen und soziale Leistungen zu erbringen haben. Das kann sein in Bereichen des Umweltschutzes, der Behinderten- oder Krankenbetreuung oder in Altersheimen".

"Oberste Priorität für Jugendliche muß Hilfe statt Strafe sein. Denn eines ist dabei klar: Druck wird immer wieder erneut Gegendruck erzeugen", so LAbg Vladyka abschließend.
(Schluss) rs

Rückfragen & Kontakt:

Tel: 02742/9005 DW 12794

Landtagsklub der SPÖ NÖ

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NSN/NSN