Urabstimmung geht in die heiße Phase - BILD (web)

Morgen startet die dritte und letzte Woche

Wien (OTS) - Es ist kurz nach Mittag. Fleißig stapeln Postmitarbeiter und Abholer Kisten in einen weinroten Bus. Keine gewöhnliche Lieferung - denn alle Boxen sind gleich groß, weiß und haben die gleiche Aufschrift - "Stimme für soziale Gerechtigkeit -ÖGB-Urabstimmung 24.9.-15.10.01". "Das kriegen wir nicht auf einmal rein. Da müssen wir noch mal kommen", sagt einer der Fahrer. Seine Überraschung kommt nicht von irgendwo. Während er die vergangenen zehn Tage hauptsächlich Briefe abholen und einladen musste, beginnen jetzt die Rücksendungen der Urnen aus den Betrieben. Hermann Wasserbacher, Geschäftsführer des IFES, an das der ÖGB die Auszählung ausgelagert hat, ist nicht überrascht: "Während die Briefabstimmer bereits ab den ersten Tagen ihre Retourkuverts an die Wahlkommission zurückgesandt haben, kommen jetzt vermehrt die Urnen aus jenen mehr als 6.600 Betrieben retour, in denen die Urabstimmung im Betrieb abgewickelt wurde."

In der Zwischenzeit ist der Fahrer des weinroten Busses bereits mit der zweiten Fuhre beim Auszählungsort angekommen. Schon stehen fünf MitarbeiterInnen bereit, um ihm beim Ausladen zu helfen, denn die Zeit drängt. Verlorene Minuten kann man sich nicht leisten. Die Urne, die gerade erst den Bus verlassen hat, steht wenige Minuten später bereits am Packtisch. Die blonde Mitarbeiterin macht sich ans Öffnen der Urnen, um die Retourkuverts herauszuholen - unter ständiger Beobachtung und Aufsicht des Notars, der ein wachsames Auge auf den korrekten Ablauf wirft.

Was alle MitarbeiterInnen eint, ist der Ausweis mit ihrem Foto, den sie ständig gut ersichtlich tragen müssen. Denn der Auszählungsbereich darf ohne diesen Ausweis nicht betreten werden.

Der Weg der Kuverts scheint bei den MitarbeiterInnen bereits automatisiert. Aus der Urne ausgepackt, kommen Sie zur händischen Vorsortierung, denn nur Rücksendungen, die im vorgegebenen Retourkuvert, einlangen, können ausgezählt werden. In Schachteln zu hundert Stück sortiert, wandern sie zur nächsten Kontrolle. Nun wird festgestellt, ob die Einsendung auch stimmberechtigt ist und auch hier ist die Wahlkommission ständig vor Ort.

Geöffnete Kuverts sind noch keine zu sehen. Wasserbacher: "Derzeit sind wir voll damit beschäftigt, die Retourkuverts zu erfassen. Mit der Auszählung der Stimmen werden wir planmäßig am 9.Oktober beginnen."

Die Anspannung ist Wasserbacher ins Gesicht geschrieben: "Dies ist ein riesiges Projekt. Noch nie zuvor wurde in Österreich ein vergleichbares Vorhaben in diesem Umfang - vom Start bis zum Abstimmungsergebnis - in nur 3 Monaten abgewickelt."

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