FORMAT: Russische Spitzendiplomaten unter Spionageverdacht

Staatsanwaltschaft Wien ermittelt gegen stellvertretenden Handelsattache - Einreiseverbot für hochrangigen Offizier, den Moskau als Militärattache in Wien installieren will

Wien (OTS) - Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Spionage gegen einen russischen Spitzendiplomaten. Das berichtet das Nachrichtenmagazin FORMAT in seiner am Montag erscheinenden Ausgabe.

Laut Recherchen von FORMAT hat die Staatsanwaltschaft Wien bereits vor Monaten unter Zahl 25 a Vr 5975/01 Erhebungen gegen Yury A., den stellvertretenden Handelsattache der russischen Botschaft in Wien eingeleitet. Die Staatspolizei hatte Anzeige wegen Spionageverdachts gegen ihn erstattet. A. entzog sich der Verfolgung durch die Behörden jedoch, indem er umgehend das Land verließ.

Gleichzeitig weigert sich Österreich, einen hochrangigen Offizier einreisen zu lassen, den Moskau als stellvertretenden Militärattache an der russischen Botschaft in Wien installieren möchte. Auch hier ist der Grund Spionageverdacht: Generalleutnant Wladimir L. wurde laut FORMAT vorliegenden Informationen schon vor zwanzig Jahren als Geheimdienstler enttarnt: Anfang der achtziger Jahre als KGB-Agent aus der Schweiz ausgewiesen, versuchte er Anfang der neunziger Jahre schon einmal hierzulande sein Glück. Vergeblich: Das Innenministerium verhängte bereits damals ein Einreiseverbot gegen ihn. Im November 2000 wurde L., inzwischen Angehöriger des russischen Militärnachrichtendienstes GRU, unter falschem Namen in Norwegen ertappt. Auch dort wurde Einreiseverbot über ihn verhängt.

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