FORMAT: Neuer Gagenskandal in der Postgewerkschaft: 450.000 Schilling Sonderprämie für Gewerkschafter Jindra

Interner Post-Bericht über mögliche Ungereimtheiten bei Dienstfahrten von Gewerkschaftern

Wien (OTS) - Ein neuen Gagen-Skandal in der Postgewerkschaft deckt das Nachrichtenmagazin FORMAT in seiner am Montag erscheinenden Ausgabe auf. Satte 450.000 Schilling hat der Postgewerkschaftschef von Wien, Niederösterreich und Burgenland, Herbert Jindra, bisher an "Nicht-Ernennungsprämie" kassiert. Eine satte Aufzahlung von 19.000 Schilling brutto im Monat für einen Job, den er nie ausgeübt hat. Die für den Job erforderliche Dienstprüfung hat der freigestellte rote Postgewerkschafter erst mit Sondergenehmigung im vierten Anlauf geschafft. Die Ernennung in die entsprechend dotiert Funktion ist bis heute nicht erfolgt. Jindra gegenüber FORMAT: "Ich bin zwar offiziell noch nicht auf meinen jetzigen Arbeitsplatz eingestuft, aber das sollte bis Anfang nächsten Jahres geschehen."

Unabhängig von der Affäre Jindra prüft jetzt der Rechnungshof die Personal-Gestion der Post AG. Ein streng vertraulicher interner Controlling-Bericht der Post listet bereits vorab ein Sünderregister der Gewerkschafter detailliert auf: Ungereimtheiten bei der privaten Verwendung der Dienstwagen und Verrechnung von Nebengebühren, bei Dienstfreistellungen und Funktionseinstufung. Besonders im Visier der Kontrollore: Der stellvertretende Vorsitzende der Postgewerkschaft, Manfred Wiedner (FCG), der sich beharrlich weigert zurückzutreten. Ihm wird unter anderem vorgeworfen, er habe den Chauffeur auch für Privatfahrten genutzt.

Jindra gegenüber FORMAT: "Da wird der Rechnungshof nichts finden."

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