FORMAT: Adeg gibt voraussichtlich noch heuer bis zu 75 Prozent an deutsche Edeka ab

Laut Adeg-Genossenschaftsobmann Peter Haferl

Wien (OTS) - Die Handelskette Adeg, Österreichs drittgrößter Lebensmittelhändler, wird laut Planung noch heuer die Mehrheit an ihren bisherigen 50-Prozent-Partner, die deutsche Edeka, abgeben. Das erklärte der als Eigentümervertreter an den Verhandlungen beteiligte Obmann der Adeg-Österreich Genossenschaft, Peter Haferl, gegenüber dem Nachrichtenmagazin FORMAT.

Haferl sagte, daß derzeit noch über Details verhandelt werde, und "die Sache deshalb noch nicht spruchreif" sei. Haferl gegenüber FORMAT: "Wenn wir schon 51 Prozent abgeben, können es auch gleich 75 sein. Darüber wird jetzt geredet."

Die Adeg-Kaufleute, Eigentümer der Genossenschaft, begrüßt laut FORMAT überwiegend die Abgabe der Mehrheit, nachdem die Edeka angekündigt hat, nach ihrer Machtübernahme die Einkaufspreise für die Kaufleute zu senken.

Kuno Riedmann, der seine Funktion als Aufsichtsratpräsident Ende August zurücklegte, erklärte gegenüber FORMAT, es handle sich um "eine unfreundliche Übernahme" durch die Edeka, mit dem Ziel, "den österreichischen Einfluß auf das Unternehmen endgültig zu unternbinden."

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