Sacher: Niederösterreich von Post-Management vor den Kopf gestoßen

Weiterer Kahlschlag bei der Post: Von österreichweit 1.900 Zustellpostämtern soll der Großteil geschlossen werden

St. Pölten, (SPI) - "Das erst vor wenigen Wochen vom Dritten Präsidenten des NÖ Landtages Ing. Johann Penz präsentierte Forderungspaket des Landes Niederösterreich zu den Post Schließungsplänen ist offensichtlich nicht das Papier wert, auf dem es geschrieben ist. Weder haben die Post-Verantwortlichen mit den niederösterreichischen Bürgermeistern Kontakt aufgenommen und diese über die Post-Vorhaben informiert, noch gibt es maßgeschneiderte Versorgungskonzepte für jene Gemeinden, wo die Schließung eines Postamtes und damit eine massive Verschlechterung der Nahversorgung droht. Die zugesagten Regionalkonferenzen vor Erstellung einer endgültigen Liste blieben ebenso unverwirklicht wie die enge Einbindung des Personals und der Belegschaftsvertreter. Die Beschäftigten wurden per Fax über ihr drohendes Schicksal informiert, wie die Tageszeitung KURIER in ihrer heutigen Ausgabe berichtet. Das ist menschenverachtend und entwürdigend", zeigt sich der Klubobmann der NÖ Sozialdemokraten, LAbg. Ewald Sacher, wütend und empört über eine derartige Vorgehensweise.****

Während die NÖ Sozialdemokraten ihren Widerstand gegen den massiven Kahlschlag bei der Postinfrastruktur in Niederösterreich immer massiv bekundet haben, hat die ÖVP durch ihre Zurückhaltung offensichtlich den Weg für ein derartiges ‚Drüberfahren' über die Gemeinden, die Beschäftigten und die Bevölkerung geebnet. Es gibt keine Versorgungskonzepte bzw. Ersatzlösungsstrategien, Wirtschaftlichkeitsberechnungen für jeden einzelnen Standort liegen ebenso nicht am Tisch wie generelle Vereinbarungen mit der lokalen Wirtschaft betreffend der Übernahme von Postdienstleistungen.

"Das Kahlschlags-Szenario bei der Post dürfte sich aber leider noch fortsetzen. So sollen österreichweit von 1.900 Zustellpostämtern der Großteil geschlossen werden, was sich auch negativ auf die Beschäftigten auswirken wird. Damit droht der Anschlag gegen die Interessen der Menschen in unserem Land eine neue Eskalationsstufe zu erreichen", so Sacher.
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