Informeller EU-Kulturministerrat zum audiovisuellen Sektor in Belgien

Morak erfreut über Initiativen der Präsidentschaft und Sensibilität der Kommission für kleine Länder

Wien (OTS) - "Ich begrüße diese Initiative der Präsidentschaft und die Bemühungen der Europäischen Kommission, sich stärker dem audiovisuellen Sektor zu widmen. Vor allem sehe ich ein zunehmendes Verständnis gegenüber den kleineren Mitgliedstaaten" so Staatssekretär Franz Morak anlässlich des heute zu Ende gehenden informellen EU-Kulturministerrates in Mons, Belgien, zu dem die belgische Präsidentschaft zum Thema "Ein neuer Ansatz für die Entwicklung des audiovisuellen Sektors" eingeladen hatte.

Im Mittelpunkt stand die vor wenigen Tagen angenommene "Mitteilung der Kommission zu bestimmten Rechtsfragen im Zusammenhang mit Kinofilmen und anderen audiovisuellen Werken". Morak betonte, dass "die extensive Auslegung der 50%-Regel für Österreich eine unabdingbare Notwendigkeit darstellt. Insofern ist es erfreulich, dass, die Kommission nun in dieser Frage einen differenzierten Zugang gefunden hat und zum Schluss kommt, dass unter bestimmten Voraussetzungen auch bei anderen als schwierigen und low-budget Filmen eine höhere Beihilfenintensität als 50% genehmigt werden könnte".

Einen weiteren Schwerpunkt des Treffens bildete das Projekt "i2i Audiovisual, ein Teil der "innovation 2000 initiative", über deren Fortschiritte auch der Präsident der Europäischen Investitionsbank (EIB), Philippe Maystadt, informierte. "Die Aktivitäten der Europäischen Kommission gemeinsam mit der EIB stellen ein für Europa wichtiges Instrumentarium im Bereich der Finanzierung audiovisueller Produkte dar. Als Folge dieser neuen Finanzierungsmöglichkeiten ist ein höheres Produktionsvolumen im Bereich des europäischen audiovisuellen Schaffens in quantitativer aber auch in qualitativer Hinsicht zu erwarten, welches wir angesichts des vermehrten Bedarfs an Inhalten nicht nur in Europa dringend benötigen" so Staatssekretär Morak.

Es sei erfreulich, dass die EIB bereits ca. 200 Mio. - für Darlehen an Fernsehanstalten, Filmstudios und digitale Vertriebsnetze und im Rahmen von Vereinbarungen über Globaldarlehen mit Banken gebunden habe. "Nun geht es darum auszuloten, wie diese Mittel auch Österreich zugänglich gemacht werden können" so Morak, der in diesem Zusammenhang auf Gespräche sowohl mit der EIB und mit dem EIF als auch mit österreichischen Banken und Risikokapitalfonds verwies. In jedem Fall sei darauf Bedacht zu nehmen, dass die Initiativen nicht an den bestehenden Strukturen des europäischen audiovisuellen Sektors vorbeizielen "und den spezifischen Bedürfnissen der Mitgliedsstaaten mit kleinen Unternehmen Rechnung getragen wird, um den dort ansässigen Unternehmen die wichtige Eigenkapitalbildung zu ermöglichen" so Morak abschließend.

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