Deutsche Bildungsministerin bei SPÖ-Bildungskonvent

"Bildung Garant für Chancengleichheit" / "Schneiden wir den 'alten Zopf' Habilitation" ab

Wien (SK) "Es gibt nur eines, was für eine Gesellschaft auf Dauer teurer ist als Bildung: keine Bildung!", sagte heute, Samstag, die deutsche Bundesministerin für Bildung und Forschung, Edelgard Bulmahn beim SPÖ-Konvent "Bildung für die Zukunft" in Salzburg. Seit Regierungsübernahme durch Sozialdemokraten sei konsequenter Weise auch der Etat für Bildung und Forschung in Deutschland erhöht worden und habe nun im Budgetvoranschlag für 2002 mit 16,5 Milliarden Mark einen historischen Höchststand erreicht, berichtete Bulmahn. ****

Die rot-grüne Koalition nehme ihren Auftrag sehr ernst, mit Investitionen in Bildung gleichzeitig Investitionen in die Zukunft einzelner Menschen wie auch der Gesellschaft allgemein zu leisten, sagte die SPD-Vorsitzende aus Niedersachsen. Für junge Forscher fordert Bulmahn mehr Freiheiten und verstärkte Förderung: "Schneiden wir doch den alten Zopf Habilitation ab und geben wir jungen, engagierten Forschern eine Chance!"

Wissen und die Fähigkeit, dieses Wissen auch gezielt zu nutzen, bezeichnete Bulmahn als eines der höchsten Güter. Es müsse konsequent dagegen angearbeitet werden, dass der Wissenserwerb durch soziale Ungleichheiten erschwert oder unmöglich gemacht werde. Das Bildungsvolksbegehren in Österreich bezeichnete Bulmahn folglich auch "inhaltlich absolut nachvollziehbar".

Unter den Leitbegriffen "Wissens- und Informationsgesellschaft" sei die Sicherstellung und die Investition in zukunftsorientierte Bildung nicht nur Garant für Chancengleichheit, sondern auch Grundlage für die ökonomische Entwicklungsfähigkeit eines Landes. "Wir müssen daher auch in der Bildungspolitik gemeinsam an einem Strang ziehen, europäisch denken und gestalten. Bildungspolitik ausschließlich nach nationalen Kriterien zu gestalten ist heute nicht mehr möglich", rief Bulmahn zu verstärkter Zusammenarbeit auf. (Schluss) ah/mp

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