Burgstaller: "Politik der Bundesregierung hat mit Bildung nichts zu tun"

Burgstaller am Bildungskonvent der SPÖ in Salzburg

Wien (SK) "Die SPÖ ist aufgewacht in Bildungsfragen. Wir haben eine Fülle von neuen Ideen für mehr Bildungschancen in Österreich", sagte heute, Samstag, Salzburgs SPÖ-Vorsitzende und Landeshauptmann-Stellvertreterin Gabi Burgstaller beim SPÖ-Bildungskonvent in Salzburg. "Ich wünsche mir, dass die Menschen mit Bildungshunger schlafen gehen und mit Wissensdurst wieder aufwachen", zeichnete Burgstaller ein Bild von mehr Bildungs- und Chancengleichheit. Die Politik der Bundesregierung hingegen "hat mit Bildung nicht viel zu tun", so die Salzburger SPÖ-Chefin. ****

"Da die Chance auf bessere Ausbildung ganz besonders eine Frage des sozialen Ausgleichs ist, geht der Trend in Österreich derzeit in die falsche Richtung. Studiengebühren sind Zugangsbeschränkungen für Menschen und Familien, die es sich eben nicht so leicht leisten können. Bildung darf keine Frage des Einkommens sein", erinnerte Burgstaller an das Nein der SPÖ zu Studiengebühren. Gleichzeitig versuche Schwarz-Blau, auf Bundesebene eine Milliarde Schilling über die neuen Uni-Gebühren einzuheben, und auf der anderen Seite verursache das Festhalten am traditionellen Bildungssystem ein Mehr an Kosten für den Staat. "Zwei Milliarden Schilling an Kosten fallen jährlich durch die tausenden Repetenten in den Schulen an", nennt Burgstaller ein Beispiel. Wenn ein Repetent nicht die Schulstufe, sondern nur das Teilgebiet oder einzelne Fach, in dem er durchgefallen ist, wiederholen muss, spare das viel Geld für das System. Burgstaller: "Organisieren wie Bildung endlich in Modulen, das ist zielorientiert und dem Bedarf angemessen!"

"Bildung ist ein Rohstoff, den man nicht abbaut, sondern aufbauen kann, wenn man die Chance dazu hat", so die Landesregierungspolitikerin. "Im Sinne der Chancengleichheit für alle lehne ich auch das sogenannte Integrationspaket der Bundesregierung ab. Das ist eine Strafmaßnahme im Sinne einer Ausländer-Raus-Politik und hat mit Bildung nichts mehr zu tun", kritisierte Burgstaller. Der Deutschkurs werde zur "Sanktion mit Gebühr", dabei gibt es nichts besseres als den Zugang zum Erlernen der gemeinsamen Sprache. "Mit Zwang werden wir keine Integration erreichen, sondern die Gesellschaft noch mehr auseinanderdividieren", betonte die SP-Vorsitzende. "Bildung ist ein Rohstoff für mehr Lebenschancen, nur bekommen muss man diese Chance", schloss Burgstaller in ihrer Eröffnungsrede vor dem Konvent der Sozialdemokraten in Salzburg. (Schluss) ah/mp

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