Vorteile durch familienorientiertes Personalmanagement BILD

LR Schmid: Neue Modelle zur Harmonisierung von Familie und Beruf

Bregenz (VLK) - Unter dem Aspekt, dass "neue und flexible
Modelle in der Arbeitswelt positiven Spielraum für die
Familien schaffen", befürwortet Frauen- und
Familienlandesrätin Greti Schmid neue Wege einer familienorientierten Mitarbeiterführung. "Eine frauen- und familienfreundliche Arbeitswelt darf nicht auf
Kinderbetreuung reduziert sein, sondern erfordert auch
Flexiblität der Wirtschaft", betonte Schmid anlässlich der Fachtagung "Management by Familiensinn" heute, Freitag, in
der Inselhalle in Lindau. ****

Für Schmid brachte die Fachtagung einen wichtigen Diskussionsimpuls zum Thema Familie und Beruf. "Der Erfahrungsaustausch zwischen Fachleuten und Vertretern aus Unternehmen und Politik zeigte Alternativen auf und bot
gleichzeitig einen wichtigen Motor für weitere
familienfreundliche Entwicklungen in Wirtschaft und
Gesellschaft", so die Landesrätin.

Die Fachtagung machte einmal mehr deutlich, dass derzeit
in vielen Unternehmen und Verwaltungen eine Neuorientierung
der Personalpolitik stattfindet. Die Verwirklichung von Chancengleichheit wird als Wettbewerbsvorteil erkannt und
deshalb als Komponente in den Zielkatalog der Personalpolitik aufgenommen. Um hier auch nachhaltige Verbesserungen zu
erzielen, sind neue Managementmethoden, wie etwa familienorientiertes Personalmanagement, flexible
Arbeitszeitmodelle und Arbeitsabläufe sowie die aktive
Einbindung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gefragt.

Von Frauen- und familienfreundlichen Maßnahmen profitieren
auch die Unternehmen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, deren lebenszentrale Bedürfnisse befriedigt sind, erweisen sich als leistungsfähig und unternehmenstreu, so die Erfahrungswerte
aus Unternehmen, die in diese Richtung fortschrittlich denken

Taten statt Worte

Landesrätin Schmid stellte im Rahmen der Fachtagung auch
die Situation in Vorarlberg dar, wo heuer bereits zum dritten
Mal im Rahmen des österreichweiten Projektes "Taten statt
Worte" die Frauen- und familienfreundlichsten Betriebe
Vorarlbergs gesucht werden. Die beiden bisherigen Auflagen
haben in Vorarlberg bereits eine Reihe erfolgreicher Ideen
und Taten zur Umsetzung frauen- und familienfreundlicher
Maßnahmen hervorgebracht, so Schmid.

Dazu gehören flexible Arbeitszeitmodelle, Telearbeit, die gezielte Förderung des Wiedereinstiegs, Jobsharing-Modelle, Weiterbildung während der Karenz oder die Unterstützung bei
der Organisation der Kinderbetreuung. Bisher haben 45
Wirtschafts- und Non-Profit-Unternehmen am Wettbewerb
"Frauen- und familienfreundlichste Betriebe" teilgenommen.
"Mit diesem Projekt haben wir einen wichtigen Dialog
iniitiert, um Unternehmen zu sensibilisieren und Chancen und Entwicklungspotenziale an Hand von funktionierenden Modellen aufzuzeigen," freute sich Landesrätin Schmid.

Bedarfsgerechte Kinderbetreuung

Schmid verwies auch auf den kontinuierlichen Ausbau bedarfsgerechter Kinderbetreuungsangebote, die vor allem das
Wohl der Kinder in den Mittelpunkt stellen. Berufstätige
Eltern wissen so ihre Kinder gut versorgt, wenn es in der
Familie keine Betreuungsmöglichkeit gibt.

Neben Tagesmüttern, flexiblen Öffnungszeiten in rund 80
Prozent der Kindergärten stehen Spielgruppen und zahlreiche Kinderbetreuungseinrichtungen zur Verfügung. Mit zwei Pilotprojekten werden aktuell auch Impulse für die
betriebliche Kinderbetreuung verstärkt. Die begleitende
fachliche Evaluation der Projekte soll dazu beitragen, die Erfahrungen rasch für andere interessierte Unternehmen
zugänglich zu machen und so weitere Initiativen in der
Umsetzung zu bestärken. "Wer Gleichstellung und
partnerschaftliche Arbeitsteilung zwischen Männern und Frauen fördert, stärkt die Position der Familien und verbessert
damit das wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben zum
Nutzen aller", so Landesrätin Schmid.
(ct/ug/kees/dig,nvl)

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