WIRTSCHAFTSBUND LEGT 10 PUNKTE-PROGRAMM ZUR KMU-STÄRKUNG VOR

Fessel-GfK-Studie belegt hohe Imagewerte für Unternehmer

St. Wolfgang (OTS) - Im Rahmen einer Pressekonferenz mit Wirtschaftsbund-Präsident Christoph Leitl, WB-Generalsekretär Karlheinz Kopf und Fessel-GfK Studienleiter Peter Ulram, beim "Wirtschaftsdialog 2001" legte heute, Freitag, der Österreichische Wirtschaftsbund einen 10 Punkte umfassenden Forderungskatalog zur Stärkung der KMU vor. Anlass dazu war die Präsentation einer aktuellen Fessel-GfK Studie zum Stellenwert der Unternehmer und den Erfordernissen für mehr Selbstständigkeit (siehe dazu heutige APA-Meldung). ****

Als Schlussfolgerung und Kernziel aus der Fessel-GfK-Studie - befragt wurden 1000 Österreicher in persönlichen Interviews - erkennt der Wirtschaftsbund die Ausschöpfung jenes Potenzials in der Bevölkerung, das sich vorstellen kann, selbstständig zu werden. 27 Prozent der Befragten gaben an, sich Selbstständigkeit sehr gut vorstellen zu können - im Gegensatz dazu steht Österreich mit einer Selbstständigenquote von 7 Prozent fast am Ende des EU-Rankings. Um das Klima und die Bedingungen für mehr Unternehmertum zu verbessern, fordert der WB in zehn Punkten:

  • Eine Reduktion der Steuer- und Abgabenquote auf EU-Schnitt
  • Die steuerliche Besserstellung nicht entnommener Gewinne im Rahmen einer künftigen Steuerreform
  • Eine Senkung der Lohnnebenkosten im Ausmaß von 15 Milliarden Schilling noch in dieser Legislaturperiode - WB-Präsident Leitl verlangt dazu parlamentarische Beschlüsse noch im Sommer 2002
  • Die Verlängerung des Neugründungsförderungsgesetzes über 2002 hinaus
  • Eine kostenneutrale und branchenverträgliche Lösung bei der Umwandlung der derzeitigen Abfertigung in eine betriebliche Vorsorge PLUS die steuerliche Gleichbehandlung der Selbstständigen beim Aufbau einer zweiten Pensionssäule - Für Leitl ist dies ein Junktim bei den derzeit laufenden Gesprächen
  • Die Befreiung der Kleinbetriebe von anlagerechtlichen Genehmigungspflichten
  • Die Einführung einer verpflichtenden Freizeitunfallversicherung durch den Arbeitnehmer
  • Die Absenkung der Mindestbeitragsgrundlage bei Jungunternehmern im Rahmen der Gewerblichen Sozialversicherung
  • Die Einführung eines Pflichtfaches Wirtschaft in den AHS und
  • Die Erhöhung der Forschungsquote auf 2,5 Prozent des BIP bis 2005

Rückfragen & Kontakt:

Wirtschaftsbund
Thomas Lang, 0664/532 91 20

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NWB/OTS