Euro-Preise: "Vernehmung" und "Strafverfahren" wegen 33 Groschen!

WKÖ-Koch: Kontrolle ist gut, man kann den Bogen aber auch überspannen

Wien(PWK700) "Wenn im Rahmen der Untersuchungen mit Testkäufern der Arbeiterkammer auf Preise mit falscher Euro-Umrechnung gestoßen wird, sollte der Geschäftsinhaber zunächst einmal auf den Fehler aufmerksam gemacht werden", nimmt Matthias Koch, Leiter des Projekts Euro der WKÖ, zu den aktuellen Methoden, wie Europreise in Österreich "überwacht" werden, Stellung. "Hingegen ist der Bogen der Kontrolle überspannt, wenn gegen einen Unternehmer wegen eines unerlaubten Rundungsausgleichs um 33 Groschen bei einem Rechnungsbetrag von 2.890 Schilling das Magistrat Salzburg eine "Vernehmung" und ein "Strafverfahren" einleitet, wie dies kürzlich vorgefallen ist. Der Unternehmer wurde auch aufgefordert, seine Vermögens-, Einkommens-und Familienverhältnisse bekannt zu geben.

Verfahren kosten den Steuerzahler nicht nur weit mehr als 33 Groschen, sondern dienen gewiss auch nicht dem Zweck, möglichst einfach und direkt Konsumenten und Unternehmen auf die neue Währung einzustimmen. "Die Wirtschaftskammer Österreich ruft daher zur Vernunft auf, nicht durch Überreaktionen und Schikanen gegen Preissünder vorzugehen und das Vertrauen der Konsumenten zu erschüttern, sondern derartige Ausnahmefälle durch konstruktive Hinweise reduzieren zu helfen", so Koch. (Ne)

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