ÖBB sorgen für mehr Sicherheit im Tauerntunnel

Die ÖBB investieren 745 Mio. Schilling in modernste Sicherheitseinrichtungen und in die Steigerung der Betriebsqualität.

Wien (OTS) - Heute, Freitag, wurde von ÖBB-Planungschef Thomas Türinger, dem Kärntner Verkehrslandesrat Gerhard Dörfler und dem Bad Gasteiner Bürgermeister Manfred Gruber im Rahmen einer "offenen Baustelle" das ÖBB-Projekt Tauerntunnel offiziell gestartet. Die ÖBB investieren ATS 745 Mio. (EURO 54 Mio) in die Steigerung der Betriebsqualität und in das Upgrading der Sicherheitseinrichtungen im Tauerntunnel. Von Montag, 8. Oktober, bis einschließlich Freitag, 19. Oktober 2001, wird die Tauernbahn zwischen Schwarzach/St. Veit (Salzburg) und Mallnitz (Kärnten) wegen Bauarbeiten gesperrt.

Upgrading der direkten Tunnelsicherheit

Ein wichtiger Bestandteil des Projektes Tauerntunnel ist das Upgrading der direkten Tunnelsicherheit auf modernsten Sicherheitsstandard. Erweiterte Kommunikationsmöglichkeiten wird es im Tunnel ebenso geben wie Fluchtwege mit Handläufen und Orientierungsbeleuchtung sowie eine fixe Löschwasserleitung. Vor den Tunnelportalen werden hubschraubergerechte Rettungsplätze errichtet und die lokalen Feuerwehren werden mit zusätzlichem Material ausgestattet.

Keine Weichen im Tunnel

Derzeit befinden sich im Tauerntunnel zwei Weichen, die eine betriebliche Flexibilität zulassen. "Um die Tunnelsicherheit noch weiter zu erhöhen, wird es im Tunnel keine einzige Weiche mehr geben. Die beiden Schienenstränge im Tunnel sind von einander komplett unabhängig. Dadurch kann die in einem Autotunnel bestehende Gefahr eines ungeplanten Spurwechsels völlig ausgeschlossen werden", erläutert Türinger das präventive Sicherheitskonzept der ÖBB. Die betriebliche Flexibilität ist aber weiterhin gegeben. Denn bei Mallnitz wird eine neue Überleitungsstelle installiert, die geplante Spurwechsel außerhalb des Tunnels ermöglicht.

Zudem wird ab Sommer 2002 ein modernes Stellwerk in Böckstein, das ferngesteuert von Mallnitz aus bedient wird, für einen reibungslosen Betriebsablauf sorgen. Zudem wird im Bahnhofsbereich Böckstein die Gleislage grundlegend verändert. Durch einen optimierten Kurvenradius kann die Einfahrtsgeschwindigkeit in den Tunnel von derzeit 60 km/h auf 100 km/h erreicht werden.

ÖBB beispielgebend im Bereich Umwelt-Management

Böckstein liegt im wunderschönen Einzugsgebiet der Gasteiner Thermalquellen, die sowohl für die ansässige Bevölkerung als auch für den Tourismus von großer Bedeutung sind. Das Infrastrukturprojekt wird durch ein eigenes Abfallmanagement vor Ort begleitet. Die Mitarbeiter des Abfallmanagements sind ständig präsent und führen wichtige Kontroll- und Informationstätigkeiten durch.

Nach dem Prinzip "vermeiden vor verwerten vor entsorgen" werden alle anfallenden Abfälle und Restmassen außerdem auf Kontaminierungen untersucht. Sollte ein Labortest eine Kontaminierung des Erdreiches in einem bestimmten Bereich feststellen, so kann auf dieses Material zielsicher zugegriffen werden, um es zu entsorgen.

Die Investitionen im Detail:

ATS 220 Mio. (EURO 15,9 Mio.) direkte Tunnelsicherheitsmaßnahmen ATS 161 Mio. (EURO 11,7 Mio.) Neue Gleisanlagen im Bereich Bahnhof Böckstein,
neue Tunneleinfahrt und Tunnelabtrag ATS 126 Mio. (EURO 9,1 Mio.) modernes elektronisches Stellwerk Böckstein
ATS 238 Mio. (EURO 17,3 Mio.) feste Fahrbahn im Tunnel: beide Gleise können für die Rollende Landstraße genutz werden

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