Leitl: Außenhandel Österreich/USA von Terroranschlag derzeit nicht beeinflusst

WKÖ-Präsident erörterte wirtschaftliche Auswirkungen mit Arkell D. Weygandt, dem Geschäftsträger der US-Botschaft in Wien

Wien (PWK698) - Wirtschaftskammer Österreich Präsident Christoph Leitl und der Geschäftsträger a. I. der Botschaft der Vereinigten Staaten in Österreich, Arkell D. Weygandt, sehen der Entwicklung des Außenhandelhandels zwischen Österreich und den USA optimistisch entgegen. Bei einem Treffen Leitls mit Weygandt, der nach Kathrin Walt Hall bis zum Eintreffen des designierten Botschafters die Geschäfte der US-Botschaft in Wien führt, erörterten sie die wirtschaftlichen Auswirkungen der Terroranschläge. "Auch wenn die Folgen eines solch furchtbaren Gewaltakts noch nicht genau absehbar sind, lassen aktuelle wirtschaftliche und politische Entwicklungen sowie die Exportziffern unserer Außenhandelsstelle in New York keinen Einbruch des österreichisch-amerikanischen Außenhandels erwarten", erklärt Leitl. Bestehende Bestellungen österreichischer Waren werden ausgeliefert, Stornierungen wurden bis jetzt nicht bekannt.

Auch von dem seit Jahresbeginn anhaltenden Konjunktureinbruch in den USA sind unsere Außenhandelsbeziehungen derzeit noch nicht betroffen. Nach einem Rekordergebnis im Vorjahr (48,1 Mrd Schilling) stiegen unsere Exporte heuer im ersten Halbjahr um weitere 14,3 % auf 25,3 Mrd Schilling. "Dem steht eine Steigerung der Gesamteinfuhren in die USA in diesem Zeitraum von lediglich 2 % gegenüber. Österreich konnte seine Position am US-Markt somit weiter festigen und die USA bleiben weiterhin unser drittwichtigster Exportmarkt", weist Leitl hin. Besonders gut schnitten die Zulieferungen für die Automobilindustrie ab. In diesem Bereich könnte es allerdings zu einer Verlangsamung des Trends kommen, da auf Grund der jüngsten Ereignisse mit einem Rückgang der Autoverkäufe zu rechnen sei, so Leitl.

Generell stellt vor allem der hohe Grad der Verflechtung der österreichischen Unternehmen mit ihren Tochterfirmen in den USA einen Garant für eine kontinuierliche Entwicklung der Handelsbeziehungen zwischen diesen beiden Ländern dar. Der US-Markt ist auch bei einer leichten Rezession noch sehr aufnahmefähig. Hinzu kommt, dass die Lagerbestände in den USA im ersten Halbjahr drastisch verringert wurden und auch bei den Investitionen der Unternehmen ein Nachholbedarf besteht. (Ne)

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