ARBÖ: Verkehrssicherheit öffentlich, sichtbar und hörbar machen

Wien (ARBÖ) - Neben sicheren Straßen sind in der Verkehrssicherheitsarbeit auch große Anstrengungen in der Bewusstseinsbildung erforderlich. Einen gesellschaftlichen Konsens über das Sicherheitsverhalten im Straßenverkehr zu erreichen, muss die Zielsetzung sein, so der ARBÖ anlässlich der bevorstehenden österreichweiten Verkehrssicherheitswoche.

"Bisher ist es nicht gelungen, der Verkehrssicherheit in Österreich den ihr gebührenden gesellschaftlichen und politischen Rang zu sichern. Bezeichnend dafür ist die unzureichende staatliche Finanzierung der Verkehrssicherheitsarbeit", erklärte ARBÖ-Präsident Dr. Herbert Schachter. Im vergangenen Jahr ist es bei der Ankündigung von Verkehrssicherheitskonzepten durch das Innenministerium und durch das Verkehrsministerium geblieben. Dass Ankündigungen das Verhalten der Kraftfahrer nicht verändern, ist klar. Die Kraftfahrer haben durch Eigeninitiative und Eigenverantwortung den größten Beitrag zu leisten, das Verkehrsgeschehen auf Österreichs Straßen unfallfrei zu gestalten.

Strategische Perspektive

Ein Nationales Verkehrssicherheitskonzept, das zur Klimaverbesserung insgesamt im Straßenverkehr aufruft, fehlt in Österreich. Der ARBÖ fordert ein Gesamtkonzept des Bundes, der Länder und Gemeinden, in dem die komplexen Zusammenhänge von Umwelt, Verkehrs-, Siedlungs- und Beschäftigungspolitik in eine strategische Perspektive gebracht und mit Inhalten der Verkehrssicherheit verknüpft werden.

Nach Meinung des ARBÖ sind folgende Schwerpunkte in der Verkehrssicherheitsarbeit zu setzen:

* Ziel muss sein, Kooperation statt Konkurrenz und Verantwortung statt Gleichgültigkeit unter allen Verkehrsteilnehmern zu erreichen.

* Verkehrssicherheitsarbeit braucht Kontinuität, dazu eine entsprechende finanzielle Ausstattung und klar definierte Zuständigkeiten.

* Brauchen staatlich geförderte Umsetzung von Zielgruppenprogrammen für besonders gefährdete Verkehrsteilnehmer, von den Kindern über Jugendliche bis hin zu den älteren Menschen.

* Verkehrssicherheitsarbeit ist lebensbegleitend. Dazu gehört eine durchgängige Verkehrserziehung vom Elternhaus, im Kindergarten und in der Schule.

* Sicherheit hängt auch mit gut ausgebauten Straßen zusammen. Gefahrenstellen gehören ausgemerzt und die Straßen baulich in einen einwandfreien, sicheren Zustand gebracht.

* Eine bundesweite Aufklärungskampagne, soll darlegen, wie der Sicherheitsgurt und natürlich auch die Kinderrückhaltesysteme oft Unfallfolgen verhindern bzw. mindern.

Verkehrssicherheit öffentlich machen

Verkehrssicherheit muss verstärkt in das Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt werden, um die Sicherheit auf unseren Straßen zum obersten Gebot zu machen. Ebenso ist ein parteiübergreifender Konsens anzustreben. Bund, Länder, Gemeinden, Interessensvertretungen und Medien sind aufgefordert gemeinsam mit den Kraftfahrerorganisationen für mehr Sicherheit auf Österreichs Straßen zu werben, um die Zahl der Verkehrstoten und Verletzten weiter zu senken, sowie das menschliche Leid zu lindern.

Die Medien sind aufgerufen, ihrer Verantwortung zur Information und Meinungsbildung bei Themen der Verkehrssicherheit in einem besonderen Maße gerecht zu werden. Verkehrssicherheit gehört öffentlich gemacht, das heißt sichtbar und hörbar gemacht. Für ARBÖ-Präsident Dr. Schachter soll eine nationale Verkehrssicherheitskampagne dieses Gesamtkonzept umsetzen helfen und Anliegen der Verkehrssicherheit im Bewusstsein der Öffentlichkeit verstärkt verankern.

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