Döbler: Ein noch heute unerwartet populärer Zauberer

Wien, (OTS) Am 3. Oktober wurde Döbler in einer Festveranstaltung der Wiener Stadt- und Landesbibliothek im Wappensaal des Wiener Rathauses gewürdigt. Neben einer Biographie Döblers aus der Feder seines Nachfahrens Werner Debler aus Schwäbisch Gmünd (Leopold Ludwig Döbler 1801-1864. Wiener Hoftaschenspieler und Zauberprofessor, Schwäbisch Gmünd Einhorn-Verlag 2001), präsentierte die Österreichische Post AG eine Döbler-Sondermarke.

Höhepunkt des Abends waren die von Johann Ziegler einfühlsam am Klavier begleiteten märchenhaft schönen zeitgenössischen Nebelbildprojektionen im Stil von Döbler durch den Künstler Günther Holzhey und die Zaubereien à la Döbler von Magic Christian. Abgerundet wurde die von der 2. Präsidentin des Wiener Landtages Prof. Erika Stubenvoll eröffnete Veranstaltung durch einen Vortrag des Schweizer Universitätsprofessors Hubert Herkommer und einer Präsentation bedeutender Originale aus dem Nachlass von Döbler, der in der Handschriftensammlung der Wiener Stadt- und Landesbibliothek aufbewahrt wird.

Wermutstropfen des überaus gelungenen Abends war die unvorhersehbare Anziehungskraft des Themas. Zu dem allergrößten Bedauern der Veranstalter konnten viele Interessierte wegen Platzmangels nicht teilnehmen.

Am 5. Oktober 2001 jährt sich der 200. Geburtstag des genialen Wiener Zauberkünstlers Leopold Ludwig Döblers (1801-1864). Er verstand es wie kein Zweiter, die Zauberkunst auf der Bühne salonfähig zu machen. 61 ausverkaufte Vorstellungen im Theater an der Josefstadt in der Wintersaison 1839/1840, eine Döblermanie mit Döblertorten, Döblerhüten, Döblerkrapfen und Döblermode lassen seine überwältigende Popularität erahnen.

Ludwig Döbler präsentierte in seinen "Kunstproduktionen" jahrelang sogenannte "Nebelbilder" Es gelang ihm in Verbindung mit dem englischen Hydrogen-Oxygen-Gasmikroskop, das er nach Wien schaffen ließ, mit dem Drummond"schen Licht zur Vergrößerung der "Disolving Views", und der stroposkopischen Scheibe Stampfers bewegliche Bilder zu erzeugen. Sein Patent erhielt er am 5. Januar 1847 und wurde damit einer der Väter der Kinematografie. (Schluss) red

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