AK strikt gegen Aufweichung der Europreisangabe

AK sieht Kniefall des Wirtschaftsministers vor multinationalen Großkonzernen - Tumpel-Appell an Böhmdorfer, gemeinsam gegen Verschlechterung vorzugehen

Wien (AK) - Die AK ist strikt gegen die Versuche des Wirtschaftsministers, die Bestimmungen über die doppelte Preisauszeichnung mit einer Verordnung wiederum zu verwässern. Die Sicherheit für die Konsumenten bei der Umstellung von Schilling auf Euro muss gewährleistet sein, verlangt AK-Präsident Herbert Tumpel. Es geht nicht an, dass multinationale Großkonzerne, nur weil sie sich nicht rechtzeitig vorbereitet haben, eine Verschlechterung für die Konsumenten durchsetzen, so Tumpel. Die Euro-Preiskommission darf "für solche Spielchen" nicht missbraucht werden. Die AK kündigt an, die Euro-Preiskommission zu verlassen, falls eine Gesetzes-Aufweichung durchgezogen wird. Tumpel appelliert an Justizminister Böhmdorfer, gemeinsam gegen diese Verschlechterung des Konsumentenschutzes vorzugehen. ****

Die AK ist strikt gegen die Versuche des Wirtschaftsministers, die Bestimmungen über die doppelte Preisauszeichnung wiederum zu verwässern, sagt AK-Präsident Herbert Tumpel. Die Konsumenten brauchen während der Euro-Umstellung Sicherheit, dass die Preisangabe in Euro und Schilling richtig erfolgt, und dass die Preise richtig umgerechnet werden. Eine Aufweichung des Eurowährungsangaben-Gesetz (EWAG) würde die Konsumenten noch mehr verunsichern, betont Tumpel. Es kann ja wohl nicht sein, dass multinatonale Großkonzerne meinen, sich nicht an gesetzliche Regeln halten zu müssen und eine Änderung erreichen können - und das zu Lasten der Konsumenten.

Eine aktuelle AK-Erhebung über die doppelte Preisangabe, die seit 1. Oktober verpflichtend gilt, zeigte viele Mängel. Die AK hat auch Verständnis, dass aller Anfang schwer sein mag. Aber nach einer kurzen Anlaufphase muss die Doppelpreis-Angabe klappen. Immerhin gab es genügend Zeit für die Vorbereitung.

Böhmdorfer soll sich gegen Verschlechterungen stellen
Für Tumpel ist das Aufweichen des Eurowährungsangaben-Gesetzes (EWAG) unakzeptabel. Die AK kündigt an, die Preiskommission zu verlassen, falls es zu Verschlechterungen für die Konsumenten kommen soll. Statt das Vertrauen der Konsumenten zu stärken, wird wiederum versucht, Unsicherheit zu schüren, so Tumpel. Daher soll Justizminister Böhmdorfer gemeinsam mit der AK gegen diese Verschlechterung des Konsumentenschutzes vorgehen, appelliert Tumpel.

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