- 03.10.2001, 12:19:35
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Pumberger: Lenkungseffekt der Behandlungsbeitrags-Ambulanz erst nach einem Jahr seriös beurteilbar=
Bereits jetzt von einem Flop zu sprechen, zeugt von Unwissen statt Fachwissen
Wien , 2001-10-03 (fpd) - "Alle Versuche, den Lenkungseffekt des
Behandlungsbeitrags-Ambulanz bereits zum jetzigen Zeitpunkt zu
analysieren, sind als unseriös abzulehnen. Rückschlüsse lassen sich
erst nach einem Jahr erstellen. Bis Ende September mußte ja noch kein
Wien , 2001-10-03 (fpd) - "Alle Versuche, den Lenkungseffekt des
Behandlungsbeitrags-Ambulanz bereits zum jetzigen Zeitpunkt zu
analysieren, sind als unseriös abzulehnen. Rückschlüsse lassen sich
erst nach einem Jahr erstellen. Bis Ende September mußte ja noch kein
Patient bezahlen", faßte heute der freiheitliche Gesundheitssprecher
Abg. Dr. Alois Pumberger die ersten Ergebnisse und Reaktionen zum
Behandlungsbeitrag-Ambulanz zusammen. ****
"Zwei Punkte sind jedoch herauszuheben: Wenn mehr als 60 Prozent der
Ambulanzbesuche von den Beiträgen befreit sind, so zeigt dies, wie
sozial ausgewogen die Ausnahmebestimmungen für den
Behandlungsbeitrag-Ambulanz beschlossen wurden. Vor allem hat der
Behandlungsbeitrag-Ambulanz aber bereits einen unerwarteten Erfolg.
Erstmals werden die Ambulanzbesuche genau dokumentiert und
nachweisbar. Dies hat ergeben, daß in den letzten Jahren
offensichtlich mit falschen Zahlen gemogelt wurde", meinte der
FPÖ-Gesundheitssprecher.
"Wurde bisher ein Patient innerhalb der Ambulanz in eine andere
Abteilung überwiesen (z.B. zum Röntgen), so wurde dies als
neuerlicher Ambulanzbesuch gezählt! Experten gehen daher davon aus,
daß alleine dadurch in Wahrheit um ein Viertel bis ein Drittel
weniger Ambulanzbesuche stattgefunden hätten als angegeben wurde.
Durch den Behandlungsbeitrag-Ambulanz ist diese Mehrfachverrechnung
aber nicht mehr möglich. Im Vorjahr wurden 17,5 Millionen
Ambulanzfrequenzen angegeben. Das sind pro Quartal 4,375 Millionen.
Berücksichtigt man nun, daß der Behandlungsbeitrag-Ambulanz erst am
19. April in Kraft trat und somit das 2. Quartal nicht am 1. März
begann, so sind hiervon 20 Prozent abzuziehen. Das ergibt dann 3,5
Millionen zu erwartende Ambulanzbesuche. Auf die Gebietskrankenkassen
entfallen davon 80 Prozent (Anteil der ASVG-Versicherten), somit 2,8
Millionen Frequenzen österreichweit. Davon müßten alleine in Wien ein
Fünftel bis ein Viertel sein. Dies würde 560.000 bis 700.000
Ambulanzfrequenzen im vorliegenden Quartal entsprechen. Wie der
Obmann der Wiener Gebietskrankenkasse Franz Bittner und sein
Generaldirektor Dr. Rudolf Brenner heute mitteilten, wurden aber für
das verkürzte 2.Quartal lediglich 240.000 Ambulanzbesuche gemeldet",
so Pumberger.
"Die Kosten für die Spitalsambulanzen stehen daher in keiner Relation
mehr zu den bisher angegebenen Zahlen. Allein zur Feststellung der
Kostenwahrheit hat sich der Behandlungsbeitrag-Ambulanzen bereits
bezahlt gemacht. Die Gebietskrankekassen und der Hauptverband der
Sozialversicherungsträger wären daher gut beraten, mit diesem
Mißstand aufzuräumen und ihren Hausaufgaben nachzukommen", schloß
Pumberger. (Schluß)
Rückfragehinweis: Freiheitlicher Pressedienst (FPD)
40110/5491
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