- 03.10.2001, 10:30:12
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Riesiges Feuchtbiotop als Wiener Hochwasserschutz=
Umweltschutz und Technik im Einklang
Wien, (OTS) Moderne Technik im Einklang mit Umweltschutz - ein
Unterfangen, das bei der Hochwasserrückhalteanlage in Wien Auhof
gelungen ist. In einem riesigen Feuchtbiotop, das Dutzende Tierarten
beheimatet, können nun auftretende Hochwasserspitzen stärker als
bisher abgemindert werden. Wien hat nun in Europa im Bereich des
Hochwasserschutzes eine führende Rolle eingenommen.
"Auch bei einem Jahrhunderthochwasser wird es keine
Überflutungen im Stadtgebiet mehr geben", erklärt dazu
Umweltstadträtin Dipl. Ing. Isabella Kossina am Mittwoch. Einzigartig
an dieser Bauweise ist, dass die umgebauten Becken wieder zum
natürlichen Lebensraum von zahlreichen Tieren geworden sind. Biber,
Bisamratten, Fischotter und die Alpenspitzmaus haben sich hier
angesiedelt. Zudem zählt das Gebiet mit über 120 Vogelarten zu den
bedeutendsten Lebensräumen vor allem für Schilf- und Wasservögel im
Westen Wiens. Eisvögel, Schwarzstörche, Schilf- und Drosselrohrsänger
sind nur einige Beispiele für die Vielfalt.****
Besonders stolz ist Kossina auch auf die hervorragende
Kooperation mit der Universität für Bodenkultur, die gemeinsam mit
der MA45 - Wassserbau im Auhof eine international anerkannte
Versuchsstrecke für Flussläufe entwickelt hat. Bei Flutungsversuchen
wird laufend getestet, welche Ufervegetation sich zum Umbau von
Flusslandschaften am besten eignet. "Die Standfestigkeit der Pflanzen
und die Selbstreinigung der Gewässer sind sicher die Hauptkriterien.
Aber auch auf die Erlebbarkeit des Flussufers wird ein großes
Augenmerk gelegt. ", sagt Universitätsprofessor Dr. Florin Florineth.
Die Untersuchungsergebnisse dieses umfangreichen
EU-Forschungsprojektes findet international großen Anklang, viele
Aspekte dienen bei der Erstellung von EU-weiten Richtlinien als
Entscheidungshilfe. "Österreich hat eine Vorreiterrolle eingenommen.
Wissenschafter aus ganz Europa kommen nach Wien, um diese
umweltfreundliche Bauchtechnik kennen zu lernen", so Florineth.
(Schluss) vit
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www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
Martina Vitek
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