Schauspielhaus eröffnet mit "Medea"

Wien, (OTS) Mit "Medea" nach Euripides, in der Prosafassung von Susanne Wolf eröffnet das Schauspielhaus am 23. Oktober die Ära von Airan Berg und Barrie Kosky, der bei der Eröffnungsproduktion auch Regie führt. Die Titelrolle in der deutsch-kroatischen Fassung des Klassikers spielt die australische, aus Kroatien gebürtige Schauspielerin Melita Jurisic in einem internationalen Ensemble, die Kinder Medeas werden von Wiener Sängerknaben verkörpert. Die Eröffnungsvorstellung steht wie die weiteren kommenden Produktionen und Gastspiele des Schauspielhauses für den Anspruch auf Internationalität und breite Kooperation. Innerhalb Wiens ist vor allem die Zusammenarbeit mit dem Tanzquartier, der Kunsthalle und dem "Schikaneder" geplant. Das bisherige "Schaufenster" soll im kommenden Jahr zu einem Theatercafe umgebaut werden, generell sieht sich das Schauspielhaus dem Gedanken der künstlerischen wie der Kommunikation mit dem Publikum verpflichtet. Das Haus wird auf einen flexiblen Theaterraum mit bis zu 280 Besuchern zurückgeführt, wobei für "Medea" aus künstlerischen Überlegungen nur 55 Plätze zur Verfügung stehen. Karten können auch bei den Bundestheaterkassen im Hanuschhof gekauft werden, weiters im Internet -www.schauspielhaus.at/ oder www.culturall.com/ - und via Telefon und Kreditkarte: 317 01 01. Parallel zu den "Medea"-Aufführungen sind in der Eröffnungsphase eine Reihe von Konzerten zu Spätterminen, darunter mit Max Nagl und Otto Lechner geplant.****

Die weiteren Pläne:

"Why do babies cry when they’ re born?” (8. - 16. Dezember), eine Kooperation mit dem "Theater aan het Spui”, Den Haag, eine Auseinandersetzung mit dem kapitalistischen Wirtschaftssystem. "Boulevard Delirium" (Ab Silvester 2001/2002, Jänner 2002), einen Show des australischen Entertainers Paul Capsis.

"Nachtmahl" (Februar 2002), einen Koproduktion mit "Spielart Factory München. Ein Theaterprojekt, in das das Publikum allabendlich lukullisch einbezogen wird.

"Jerusalem, mon amour" (Arbeitstitel, März 2002), eine "Steh-auf!" -Komödie von Airan Berg und Anselm Lipgens. Zwei Männer, ein Israeli und ein Palästinenser, buhlen um die Gunst des Publikums. Zu Gast im Schauspielhaus ist Ende November das Festival "Focus on Israel" mit "Der Peptimist", einem Monodrama von Emil Habibi, der Thematisierung der palästinensisch-israelischen Tragödie mit Mohammad Bakri und dem Stück "The Anthology", der Geschichte einer Holocaust-Überlebenden in form einer "assoziativen musikalischen Reise zu den Fragmenten des Bewusstseins".

Weiters gibt es, ebenfalls im November, "talking pictures -romantische fotoabende" der St. Balbach Art Produktion und , im Jänner, das Stück "Teheran - Wien" von Beatrice Frey und Massud Rahnama, ein tragikomischer Dialog um Exil, Heimat und Fremdsein.
Am 20. Oktober beginnt die Zusammenarbeit des Schauspielhauses mit Gesine Danckwart als "Author in Residence", ein AutorInnen-Labor und ein Trainingsworkshop "Moving, sounding and acting" stehen für das Ziel der Weiterentwicklungsmöglichkeiten für Künstler, die das Haus bieten will. (Schluss) gab

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