Stadt Wien springt bei Unterstützung von Zivildienern ein

Wien, (OTS) "Die restriktiven Kürzungen für Zivildiener die von der Bundesregierung beschlossen wurden, sind einmal mehr ein Zeichen dafür, dass der Rotstift in erster Linie bei den schwächsten Angesetzt wird. Die Einsparungen haben zur Folge, dass zahlreiche Zivildiener in eine wirtschaftliche Situation geraten, die sowohl ihre momentane finanzielle Lage verschärft als auch die weiter finanzielle Zukunft gefährdet. Wie bereits in der Ausbildungsfrage, nimmt die Bundesregierung wieder einmal keine Rücksicht auf etwaige existentiellen Bedrohungen von jungen Menschen." betonte Vizebürgermeisterin Grete Laska am Montag.

"Um die Betroffenen vor den Auswirkungen, die diese verantwortungslosen Sparmaßnahmen mit sich bringen, zu bewahren, greift die Stadt Wien wie in vielen anderen Fällen unterstützend ein. Die Kosten für diese Aktion betragen ca. ATS 7,5 Millionen Schilling und werden von der Stadt Wien getragen".****

Durch die 2000 verfügte Einsparung im Zivildienstbereich war natürlich auch die Wiener Polizei massiv betroffen. Auf einen Schlag standen mit Oktober 2000 keine Zivildiener für die Schulwegsicherung zur Verfügung. Dieser Ausfall musste durch Polizeibeamte die aus den Wachzimmern und auch aus internen Verwendungen kamen, wett gemacht werden. Naturgemäß führte dies zu einem Engpass an Polizeikräften, der vor allem in den Morgenstunden und teilweise auch mittags spürbar war.

Aus diesem Grund wurde im Jahr 2000, über Initiative des Generalinspektorrates der Wiener Sicherheitswache, die Plattform Sicherer Schulweg gegründet.

In der Plattform "Sicherer Schulweg" sind die AUVA -Landesstelle Wien, das Kuratorium für Verkehrssicherheit, die MA 46, der Stadtschulrat für Wien sowie die Wiener Polizei vertreten.

Zweck dieser Plattform, die als Verein geführt wird, sind die Förderung von Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit von Schülern auf dem Schulweg, die Förderung der Privatinitiative bei der Schulwegsicherung, die Werbung von Privatpersonen, die Tätigkeiten zur Schulwegsicherung leisten und die Unterstützung der Schülerunfallverhütung durch praktische Tätigkeit und Werbung.

In den letzten Monaten wurden auch zahlreiche Aktionen durchgeführt. So wurden mit Radio Wien und Antenne Wien gemeinsame Aktionen zur Werbung von privaten Schülerlotsen durchgeführt.

Anfang 2001 erklärte sich das Land Wien bereit, die Kosten für 50 Zivildiener, die zur Schulwegsicherung herangezogen werden können, zu übernehmen. Auf Grund der rechtlichen Situation musste allerdings eine Trägerorganisation gefunden werden, die sich mit der Verkehrssicherheit beschäftigt und bereit war die Administration und Organisation zu übernehmen.

Da alle in Frage kommenden Institutionen abwinkten, erklärte sich die Plattform Sicherer Schulweg bereit, die Abwicklung zu übernehmen. Nach zahlreichen bürokratischen Hürden, Statutenergänzung, Antrag auf Anerkennung als Trägerorganisation für den Zivildienst usw. ist jetzt garantiert, dass sich die Wiener Taferlklassler auf ihrem Schulweg weiterhin so sicher fühlen können.

Die Zivildiener werden in folgenden Bezirken eingesetzt werden. o 1. Bezirk: 1
o 2. Bezirk: 3
o 3. Bezirk: 3
o 4. Bezirk: 1
o 5. Bezirk: 2
o 6. Bezirk: 1
o 7. Bezirk: 1
o 8. Bezirk: 2
o 9. Bezirk: 3
o 10. Bezirk: 4
o 11. Bezirk: 3
o 12. Bezirk: 2
o 13. Bezirk: 2
o 14. Bezirk: 4
o 15. Bezirk: 2
o 16. Bezirk: 2
o 18. Bezirk: 2
o 19. Bezirk: 3
o 20. Bezirk: 1
o 21. Bezirk: 2
o 22. Bezirk: 3
o 23. Bezirk: 3
o Gesamt: 50

(Schluss) bz

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