Prammer zu skandalösem Interview in "Wienerin": Haupt ist mehr als rücktrittsreif

Wien (SK) Zu dem heute im Frauenmagazin "Wienerin" erschienenem Interview mit Bundesminister Herbert Haupt erklärte SPÖ-Bundesfrauenvorsitzende Barbara Prammer: "Damit hat sich Haupt endgültig zum Minister für Männerangelegenheiten abgestempelt." Prammer kritisierte aufs schärfste die Aussagen Haupts zu Abtreibung, unfähigen Kindergärtnerinnen" und zur Frauenpolitik. Die SPÖ-Frauenvorsitzende ist gespannt, wie Haupt in dieser Angelegenheit vorzugehen gedenke, und scheute nicht den Vergleich mit seiner glücklosen Vorgängerin. "Wird es der Minister nun wie Elisabeth Sickl halten, die im Zweifelsfall von nicht-autorisierten Äußerungen sprach?" Prammer kündigt eine diesbezügliche parlamentarische Anfrage an.

In dem Interview habe Haupt selbst vor "frechen Unwahrheiten nicht zurückgeschreckt", wie Prammer am Montag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst kritisierte. So negiere der Minister stets die positiven Möglichkeiten der Teilzeitkarenz, die durch die Zuverdienstgrenze beim Kindergeld eindeutig verschlechtert würden. Haupts Abstreiten des pädagogischen Wertes der qualifizierten Kinderbetreuung ist für Prammer ebenso "unkommentierbar disqualifizierend", wie das Leugnen der vom WIFO übernommenen Zahlen des Statistischen Zentralamtes bezüglich der fehlenden Kinderbetreuungsplätze.

In der sensiblen Frage der Abtreibung lehnte Prammer eine verpflichtende Beratung für beide Partner entschieden ab: "Eine Zwangsberatung ist haarsträubender Zynismus gegenüber den Frauen, die sich in der verzweifelten Situation einer ungewollten Schwangerschaft befinden." Alles in allem habe Haupt mit diesem Interview "seine Unfähigkeit, sich in die Situation der Frauen und ihre Bedürfnisse hineinzuversetzen mehr als deutlich manifestiert", stellte Prammer fest. (Schluss) wf/mm

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