Wolf fordert faire Erzeugerpreise für Rindfleisch

BSE-Maßnahmen verursachen Kosten - Preise trotzdem schlechter als im Vorjahr

Wien, 1. Oktober 2001 (AIZ). - "In Österreich ist nach wie vor kein BSE-Fall aufgetreten. Trotzdem sind die Erzeugerpreise für Rindfleisch deutlich niedriger als im Vorjahr, während die Konsumenten-Preise sogar leicht gestiegen sind. Wir fordern daher vom Handel faire Erzeugerpreise", betonte heute die Vizepräsidentin der NÖ Landwirtschaftskammer, Lieselotte Wolf. "Auf Grund der BSE-Diskussion in Europa werden seit 1. Jänner 2001 in Österreich alle Rinder, die älter als 30 Monate sind, auf BSE getestet. Über 150.000 solcher Tests wurden bereits durchgeführt, die alle ein negatives Ergebnis brachten. Damit wird der österreichische Weg im Bereich Rindfleisch-Sicherheit deutlich bestätigt. Intensive Kontroll- und Sicherungsmaßnahmen im Rinderbereich geben den Konsumenten die Gewähr, dass sie heimisches Rindfleisch ohne Bedenken genießen können", so Wolf. ****

Die Vizepräsidentin verwies in diesem Zusammenhang auf eine Reihe von Sicherungsmaßnahmen, insbesondere auf das einheitliche Kennzeichnungssystem von Rindern in ganz Österreich, die Einrichtung der zentralen Rinderdatenbank, die Rindfleischkennzeichnung, weiters auf ein intensives BSE-Überwachungsprogramm seit 1990 sowie auf die vorsorgliche Entfernung bestimmter Organe.

"Obwohl all diese Maßnahmen von Österreich zum Großteil freiwillig eingeleitet wurden und enorme Kosten verursachen, liegt der Produzentenpreis nach wie vor deutlich unter dem Vorjahresniveau. Auf Grund der aktuellen Rindfleisch-Verbrauchszahlen wird deutlich, dass der Konsument wieder auf heimisches Rindfleisch vertraut. Da die Rindfleischpreise im Einzelhandel angestiegen sind, fordert die Landwirtschaft einen gerechten Produzentenpreis", so Wolf.
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