Fast 9,5 Milliarden Exportüberschuss im Außenhandel mit der Schweiz

Größter Pro-Kopf-Handelspartner Österreichs - Ausschreibungen großer öffentlicher Aufträge bieten Österreichs Exporteuren neue Chancen

Wien (PWK689) - Um 9,5 Mrd Schilling überstiegen im ersten
Halbjahr 2001 die österreichischen Ausfuhren in die Schweiz (25,3 Mrd Schilling) die Einfuhren aus dem Nachbarland (15,8 Mrd Schilling). Damit exportierte Österreich um rund 60 Prozent mehr Waren und Dienstleistungen in die Eidgenossenschaft als umgekehrt. "Pro Kopf gerechnet ist die Schweiz unser größter Handelspartner," berichtet der österreichische Handelsdelegierte der WKÖ in Zürich, Klaus Zyla, "und auch in absoluten Zahlen ist sie unser drittwichtigster Exportmarkt nach Deutschland und Italien."

Statistisch gesehen gab es im Vorjahr bei den österreichischen Exporten in die Schweiz einen Rekordzuwachs von 20 Prozent, der dann im ersten Halbjahr 2001 wieder wegfiel. "Im Vorjahr waren aber vor allem Sonderfaktoren im Spiel, wie Goldverkäufe der Oesterreichischen Nationalbank und Wartungsarbeiten an Schweizer Flugzeugen, die bei ihrer Rückkehr als Exportgüter gewertet wurden," erläutert der Handelsdelegierte. "Wenn man diese Verzerrungen herausrechnet, gab es im Vorjahr immer noch einen Zuwachs, und heuer, wo auch in der Schweiz die Konjunktur abflacht, liegen wir etwa gleichauf." Das österreichisch-schweizerische Außenhandelsvolumen betrug heuer in den ersten sechs Monaten gut 41 Mrd Schilling.

Für erfahrene österreichische Exporteure ist die Schweiz natürlich längst kein "Geheimtipp" mehr: Der Schritt über die Grenze in ein Land mit gleicher Sprache ist natürlich nahe liegend. Außerdem, so Zyla, hätten österreichische Produkte und Dienstleistungen bei den Eidgenossen einen ausgezeichneten Ruf. Damit sei die Schweiz ein idealer "Testmarkt" für Exporteinsteiger: "Für kleinere und mittlere Unternehmen, die den ersten Schritt ins Ausland setzen wollen, ist die Schweiz ebenso attraktiv wie der süddeutsche Raum."

Die Außenhandelsstelle der AUSSENWIRTSCHAFTS ÖSTERREICH in Zürich steht somit vor anderen Aufgaben als Büros in Märkten, wo das österreichische Angebot noch nicht so bekannt ist. Man konzentriere sich besonders auf die Unterstützung von Neuexporteuren und die gezielte Entwicklung von Marktbereichen, auf denen österreichische Firmen noch unterrepräsentiert sind, so der Handelsdelegierte. "Durch eigene Informationsstände auf verschiedenen Messen und mit Katalogpräsentationen bieten wir zahlreichen heimischen Firmen einen kostengünstigen Einstieg in den Schweizer Markt. Im November wird Österreich mit einer Gruppenausstellung auf der Gastronomiefachmesse IHEGO präsent sein. Für 2002 sind Messeauftritte bei der Gastronomieausstellung ZAGG, der Medizinbedarfsmesse IFAS und der Fachmesse für die Zulieferindustrie SWISSTECH geplant."

Da der Lebensmittelsektor zu jenen Bereichen zählt, die für österreichische Produkte noch Potenzial aufweisen, organisiert die Außenhandelsstelle auch regelmäßig Produktpräsentationen bei Handelsketten und Warenhäusern. Aufgrund der neuen WTO-Bestimmungen muss nun auch die Schweiz große öffentliche Aufträge international ausschreiben. Zyla: "Hier eröffnet sich ein bisher unzugänglicher Markt, dem wir besonderes Augenmerk schenken und österreichische Interessenten gezielt auf Chancen hinweisen." (Ne)

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