AK: Mehr Sicherheit bei der Doppelpreis-Angabe

Ab 1. Oktober doppelte Preisangabe verpflichtend - AK kündigt laufende Umrechnungs- und Preisbeobachtung an

Wien (AK) - Konsumenten müssen sicher sein, dass bei der Doppelpreisangabe richtig umgerechnet wird, sagt die AK. Ab 1. Oktober ist die Preisangabe in Schilling und Euro verpflichtend. Alle Geschäfte, ausgenommen kleine und mittlere Handelsbetriebe, aber auch Behörden, Städte und Gemeinden müssen die Preise oder Gebühren doppelt angeben. Die AK kündigt laufende Preis- und Umrechnungsbeobachtungen an. Es muss exakt umgerechnet werden. Es muss auch die Regierung ihre Preiskontrollen verstärken, verlangt die AK. Bei Umrechnungsfehlern oder ungerechtfertigen Preiserhöhungen sollen sich Konsumenten an die AK-Gratis-Euro-Hotline 0800 801 801 wenden oder die Wirtschaftskammer bzw Landespreisbehörde informieren. ****

Die AK hat eine gesetzliche Regelung der Euro-Umstellung verlangt und durchgesetzt. Ab 1. Oktober bis 28. Februar 2002 wird die Doppelpreisangabe in Schilling und Euro verpflichtend. Geschäfte, Behörden, Städte und Gemeinden müssen die Preise bzw Gebühren doppelt angeben. In Handelsunternehmen mit insgesamt höchstens neun Vollzeitbeschäftigten gibt es in Filialen mit maximal 5 Vollzeitbeschäftigen Erleichterungen. Diese Unternehmen können Preise nur in Schilling oder Euro angeben, wenn:
- Preislisten in Schilling und Euro für ihr wesentliches Warenangebot oder
- Umrechnungstabellen in aufsteigender Reihenfolge oder
- technische Umrechnungshilfen (Taschenrechner)
vorhanden sind.

Was muss doppelt ausgezeichnet werden?
Ab 1. Oktober muss links der Schillingpreis und rechts der Europreis angegeben sein bzw oben der Schilling- und unten der Europreis. Doppelt angeschrieben werden müssen Rechnungen, Angebote, Kostenvoranschläge, Preise im Schaufenster, am Regal, am Produkt, Preistafeln bei Dienstleistern, und Preise in der Werbung. Kassabons müssen die Summe und allfälliges Rückgeld doppelt ausgezeichnet haben. Von der Doppelpreisangabe kann abgegangen werden, aber nur dann, wenn der Konsument hier ausdrücklich zustimmt.
Was muss nicht doppelt ausgezeichnet werden?
Nicht notwendig ist eine Doppelpreisangabe beim Grundpreis (muss nur in einer Währung angegeben werden), bei Gutscheinen, Flugtickets, Telefonwertkarten, Preisetiketten bei Waagen, Betragsanzeigebalken auf der Zapfsäule bei Tankstellen, Quittungen von Automaten, Treibstoffpreisanzeigeschilder, Bons von Pfandflaschen.

Euro-Rechnung muss stimmen
Die Umrechnung muss exakt erfolgen, schreibt das Gesetz vor. Die Konsumenten müssen sicher sein, dass es hier zu keinen Schlampigkeiten und Fehlern kommt. Daher wird die AK die Umrechnung und auch die Preise laufend kontrollieren. Aber auch die Regierung muss endlich ihre Euro-Preiskontrollen verstärken.

Wenn Konsumenten falsche Preisauszeichnungen, falsche Umrechnungen, ungerechtfertigte Preissteigerungen, aber auch positive Feststellungen beobachten, können sie bei der AK Gratis-Euro-Hotline anrufen 0800 801 801 oder beim AK-Preismelder unter www.eurohotline.at mitmachen. Konsumenten können auch direkt bei der Wirtschaftskammer oder Landespreisbehörde ihre Beobachtungen melden.

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AK Wien Presse Doris Strecker

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