Interesse an beruflicher Weiterbildung stark steigend

Das Berufsförderungsinstitut veröffentlicht seine Leistungsbilanz 2000

Wien (OTS) - Über 155.000 Teilnahmen, 13.000 durchgeführte Kurse, fast 1,4 Millionen abgehaltene Unterrichtseinheiten und Umsatzerlöse in der Höhe von 1,39 Milliarden Schilling in der beruflichen Weiterbildung. Das sind die eindrucksvollen Kennzahlen des Berufsförderungsinstituts der AK und des ÖGB (bfi) für das Jahr 2000, die anlässlich der heutigen Mitgliederversammlung veröffentlicht wurden. Zweistellige Zuwachsraten unterstreichen die große Nachfrage an beruflicher Weiterbildung und die Qualität des Bildungsangebots des bfi.

"Solche Steigerungen kann derzeit kein anderes großes Weiterbildungsinstitut verzeichnen", freuen sich Sabine Letz und Michael Sturm für die Geschäftsführung des bfi Österreich über den tollen Erfolg der Bildungsarbeit der Berufsförderungsinstitute. Besonders boomen am bfi derzeit Kurse im IT-Bereich (25% der Teilnahmen) und im Zweiten Bildungsweg (17%), wie etwa die Vorbereitungslehrgänge auf die Berufsreifeprüfung, wo das bfi österreichweit der Marktführer ist.

Durch die rasanten technologischen Veränderungen in der Berufswelt wird die Höherqualifizierung zu einem notwendigen lebensbegleitenden Prozess. Auf Anbieterseite führt dies zur ständigen Adaption und Ausweitung der Weiterbildungsangebote. Die Berufsförderungsinstitute entwickelten daher im Jahr 2000 wieder zahlreiche neue Angebote, insbesondere in den Berufsfeldern der IT-Branche. Damit konnte der stark steigenden individuellen Nachfrage Rechnung getragen werden. Aber auch Firmenschulungen nahmen beträchtlich zu. Zusätzlich beteiligten sich die Berufsförderungsinstitute an Projekten im Rahmen der EU-Bildungsprogramme, die einen wichtigen Beitrag zur Internationalisierung der Arbeitswelt und des Bildungssystems leisten.

Das insgesamt positive Umfeld für die berufliche Weiterbildung führte 2000 zu neuen Rekordergebnissen. In 13.080 Bildungsveranstaltungen wurden insgesamt 155.044 Teilnahmen gezählt. Das entspricht einem Zuwachs von 18 Prozent. Bundesweit wurden 1,386.448 Unterrichtseinheiten abgehalten. Mit diesem Wert ist das bfi Spitzenreiter unter den Erwachsenenbildungseinrichtungen. Mit 1.558 Angestellten wurde der höchste Beschäftigungsstand seit Bestehen des bfi erreicht. Das bfi ist damit der mit Abstand größte Arbeitgeber aller Weiterbildungsinstitute Österreichs.

Die Umsatzerlöse in der beruflichen Erwachsenenbildung erhöhten sich auf rund 1,39 Mrd. Schilling. Das ist eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr um 11 Prozent. Der Großteil der Erträge (rund 63%) stammt aus den Arbeitsmarktschulungen, 19% tragen die Teilnehmer bei, 10% werden durch Projekte und sonstige Erträge erwirtschaftet. Der Anteil der Subventionen an den Gesamterträgen der bfis lag im Jahr 2000 unter 8%. Das entspricht einer Verringerung gegenüber dem Vorjahr um 1,4 Prozentpunkte. Die Subventionen seitens der öffentlichen Hand -Bund, Länder und Gemeinden - machten insgesamt nur 3,35% aus, wobei der Anteil der Bundesmittel gar nur bei 1,05% lag. "In Anbetracht dieser geringen Mittel äußert sich die Verantwortung des Bundes für die Weiterbildung bestenfalls in Wortspenden. Im Regierungsprogramm wird dem lebensbegleitenden Lernen eine zentrale Rolle in der Bildungspolitik zugeordnet. Davon ist nicht einmal in Ansätzen etwas zu erkennen", bemängeln Letz und Sturm vom bfi.

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