Jet2web - Bremse für Internet und Wettbewerb

Frustrierte Adsl Kunden gründen Initiative http://adslaktion.enemy.org. Es ist jeder eingeladen mitzumachen.

Wien (OTS) - Jet2web Internet, sich selbst gerne exzessiv als Wegbereiter oder gar Inbegriff der österreichischen Internetzukunft bewerbend, verhindert die korrekte Umsetzung von Weisungen der Telekom Control und der EU-Kommission um so einen Wettbewerb bei Breitbandinternet zu verhindern.

Die Diskrepanz zwischen Werbung und Praxis könnte kaum krasser sein. Denn falls man die viel gepriesenen Multimedia Dienste, wie Video on Demand, Voice over Ip, Streaming und ähnliches tatsächlich in Anspruch nimmt, ist bereits nach 6 Stunden das gesamte Datenvolumen für ein Monat erreicht. Danach kostet ein weiteres GB 1024 ATS. Die Tatsache, dass dieses mit "40 000 bedruckten A4 Seiten" verglichen wurde, widerspricht genauso der angeblichen Firmenphilosophie, wie das Produkt aonpeed 30. Dieses kann wohl nur als Parodie und Rückschritt bezeichnet werden.

Auf diese Weise getäuschte Kunden haben nun eine Initiative gegründet um auf die Mißstände und vor allem darauf aufmerksam zu machen, dass die Wettbewerber keine Möglichkeit haben, ein konkurrenzfähiges Produkt auf den Markt zu bringen.

Es hätten sich bis jetzt innerhalb kürzester Zeit 750 Unterstützer zusammengefunden, ihre Zahl steige täglich. "Es ist jeder der mit Jet2web unzufrieden ist, herzlich eingeladen sich auf der Homepage einzutragen", so eines der Mitglieder. Über weitere Schritte informiert es: "Falls unsere Briefe und Vorschläge weiterhin ignoriert werden, planen wir Beschwerde sowohl bei der TKC als auch der EU-Kommission einzulegen".

Denn die EU-Kommission schreibt in einer für alle Mitgliedsstaaten verbindlichen Verordnung vor, dass für "das Wachstums- und Beschäftigungspotenzial der digitalen, wissensgestützten Wirtschaft" eine Entbündelung der Teilnehmeranschlüsse notwendig ist. Diese soll für "größeren Wettbewerb, wirtschaftliche Effizienz und größtmöglichen Nutzen für die Nutzer" sorgen und die Preisbildungsregeln möglichst "transparent, nichtdiskriminierend und objektiv" sein.

Durch eine Verzögerungs- und Umgehungstaktik schafft es Jet2web einen fairen Wettbewerb zu verhindern. Nach langen Verhandlungen mit der ISPA (Internet Service Providers Austria) gibt es entbündelte Breitbandanschlüsse derzeit nur in einigen Wählämtern, da die Kosten für ein Wählamt bis zu 1.5 Millionen Schilling betragen. Von einer Flächendeckung und "nichtdiskrimierenden" Preisen kann kaum die Rede sein. Auch im Vorfeld dazu, nämlich der Möglichkeit, dass andere Anbieter Adsl bei Beibehaltung des Telekomanschlusses anbieten, kam es nach monatelangen Streitigkeiten mit der ISPA zu einem unfairen Vertrag, bei dem Jet2web nach einem Datenaufkommen von 500 MB an jedem übertragenen MB mitverdient.

Wer in Österreich Internet ohne Minutentaktung und mit höherer Zugangsgeschwindigkeit nutzen will, ist bis auf Gebiete in Wien und vereinzelten Städten in denen Telekabel möglich ist, auf Jet2web angewiesen. Ein Vergleich mit anderen europäischen Staaten verdeutlicht sofort die Situation. (

Preise ohne Grundgebühr)

In Österreich kostet Adsl mit 512/64 kbit Download/Upload Geschwindigkeit 1 GB Transfervolumen 559 ATS.

In Deutschland kostet Adsl von T-online mit 768/128 kbit ohne(!) Transfervolumen 350 ATS.

In Deutschland kostet Adsl von freenet.de mit 1024/128 kbit 4 GB Transfervolumen 700 ATS.

In Spanien kostet Adsl von Terra mit 512/64 kbit ohne(!) Transfervolumen 1155 ATS.

In Italien kostet Adsl von CHD mit 640/64 kbit und ohne(!) Transfervolumen 525 ATS.

In Dänemark kostet Adsl von Opasia mit 1024/128 kbit ohne(!) Transfervolumen 990 ATS, mit 2048/256 kbit 1545 ATS. Hinweis, ein Produkt ohne Transfervolumen und Inanspruchnahme des Kunden von beispielsweise 8 GB würde mit aonspeed 23552 ATS kosten.

Rückfragen & Kontakt:

Erol Erdik
Adsl Initiative
http://adslaktion.enemy.org
bevorzugter Kontakt via E-mail
mail@adslaktion.enemy.org

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