FSG-ÄrztInnen unterstützen Sozialstaatvolksbegehren

Heftige Kritik an Hauptverbands-Vize Gleitsmann

Wien (FSG). Für die ÄrztInnen in der Fraktion Sozialdemokratischer GewerkschafterInnen sei es selbstverständlich, dass das Sozialstaats-Volksbegehren unterstützt werde, erklärte deren Sprecherin, Dr. Sabine Oberhauser, Samstag, bei einer Veranstaltung in Wien. Gleichzeitig übte sie heftige Kritik am neuen Vizepräsidenten des Hauptverbandes, Gleitsmann, wegen dessen Ankündigung, in Zukunft den Arbeitgebern Krankenstandsdaten der Versicherten zur Verfügung zu stellen.++++

Alleine schon wegen der bereits umgesetzten Änderungen im solidarischen Gesundheitssystem, wie beispielsweise die Einführung der Ambulanzgebühren durch die Bundesregierung, sei das Sozialstaats-Volksbegehren zu unterstützen. Dieser Regierung gehe es darum, bei den sozial Schwachen und den Kranken abzukassieren, so Oberhauser.

Unverhohlen werden weitere haarsträubende Vorschläge zur Zerschlagung und Aushöhlung des österreichischen Gesundheitswesen aufs Tapet gebracht. Jüngstes Beispiel dafür sei die Ankündigung des Vizepräsidenten des Hauptverbandes Gleitsmann, den Betrieben Krankenstandsdaten zur Verfügung zu stellen. Oberhauser: "Das ist ungeheuerlich. Wer traut sich da in Zukunft noch zum Arzt zu
gehen."

FSG, 30. September 2001 Nr. 094

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