FORMAT: Drei konkrete Kaufangebote für die Baustoffgruppe Heraklith

Heraklith-Manager, Ex-ÖVP-Politiker Josef Taus und die WestLB haben Offerte gelegt/der angeschlagene RHI-Konzern will 125 bis 150 Millionen Euro durch den Verkauf der Tochter erlösen

Für die Baustoffgruppe Heraklith, eine Tochter des börsenotierten Feuerfest-Konzerns RHI, liegen drei Kaufangebote vor. Das berichtet das Nachrichtenmagazin FORMAT in seiner morgen erscheinenden Ausgabe.

Das aussichtsreichste Offert stammt laut FORMAT von einer Gruppe -hauptsächlich aus Kärnten stammender # Manager rund um den früheren Heraklith-Chef Rudolf Kanzi und den Geschäftsmann Heinz Taferner, einem Vertrauten von Landeshauptmann Jörg Haider. Mit von der Partie sind auch der für die Heraklith zuständige RHI-Vorstand Roland Platzer und die derzeitigen Geschäftsführer des Dämmstoffunternehmens. Die Finanzierung des Management-Buyouts für Heraklith, für das knapp zwei Milliarden Schilling benötigt werden, soll die Investmentgesellschaft Vienna Capital Partners (VCP) organisieren, das Paket ist allerdings noch nicht fertig geschnürt.

Auch Josef Taus mit seiner Management Trust Holding (MTH) hat ein Angebot für Heraklith abgegeben, berichtet FORMAT. Der frühere ÖVP-Soitzenpolitiker, der die MTH mit Ex-Constantia-Manager Manfred Leeb gründete, hat gute Aussichten auf den Zuschlag, sollten Kanzi, Taferner & Co an der Finanzierung scheitern.

Lediglich Außenseiterchancen werden in RHI-Kreisen dem dritten Offert zugeschrieben. Es stammt von einem Konsortium aus der deutschen Bank WestLB zusammen mit der deutschen Industriellenfamilie Haniel, die im Baustoffgeschäft engagiert ist. Die RHI favorisiert jedoch eine österreichische Lösung. General Georg Obermeier bestätigt gegenüber FORMAT: "Wir sind ein österreichisches Unternehmen, und das soll auch möglichst so bleiben."

Obermeier steht unter schwerem Druck. Das Feuerfest-Unternehmen ist mit rund zwölf Milliarden Schilling Bankverbindlichkeiten belastet. Obermeier braucht dringend die angepeilten 125 bis 150 Millionen Euro (1,7 bis 2,05 Milliarden Schilling) aus dem Heraklith-Verkauf. Die Kreditgeber drängen auf eine Sanierung des Konzerns.

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