"profil": Grasser kritisiert Wirtschaftsforscher

"Widersprüche" in den jüngsten Konjunkturprognosen - Nulldefizit auch bei geringerem Wirtschaftswachstum 2002 erreichbar

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, ist um die jüngsten Konjunkturprognosen ein Konflikt zwischen FPÖ-Finanzminister Karl-Heinz Grasser und den Wirtschaftsforschungsinstituten Wifo und IHS entbrannt. Die Wirtschaftsforscher gehen entgegen früherer Prognosen nun davon aus, dass das Nulldefizit im Staatshaushalt 2002 aufgrund des verlangsamten Wirtschaftswachstums nicht zu schaffen sei. Wifo-Chef Helmut Kramer gegenüber "profil": "Die Terroranschläge vom 11. September werden wohl einen negativen Effekt auf die ohnehin labile Lage der Weltwirtschaft haben. Für uns besteht nunmehr eine größere Wahrscheinlichkeit, dass der Staatshaushalt 2002 ein leichtes Defizit aufweisen wird."

FPÖ-Finanzminister Karl-Heinz Grasser übt über seinen Sprecher Matthias Winkler scharfe Kritik an den Chefs der beiden Institute. Winkler: "Wir wollen den Herren Wirtschaftsforschern nicht zu nahe treten, aber die Leute, die sich wirklich auskennen, halten weiterhin am Nulldefizit fest." Die Wirtschaftsforscher, so Winkler, hätten "keinen Einblick in den Budgetvollzug. Und überdies sind die Prognosen in sich widersprüchlich."

Das Nulldefizit 2002 sei selbst bei einem dem vom IHS prognostizierten realen Wirtschaftswachstum von nur 1,7 Prozent zu schaffen.

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"profil"-Redaktion

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